Hauptwerk: Omnetik; Praxis des ganzheitlichen Blickens (19,242 words)

Zu müde für die Ideologie, zu zynisch für den Glauben - reif für die reine Wirkung.

Omentik heiß sich selbst ganzheitlich weisen zu können; nichts in der Omnetik ist neu für einen 85 Jährigen klugen Menschen mit Kindern. Ich leiste keine "neuen" "bahnbrechenden" Ideen, sondern eine logische und sprachliche Ordnung impliziter Alltagsweisheit und Alltagserlebens; und zwar so, dass aus unseren grundsätzlichsten Resonanzen operationalisierbar werden. Unser Erleben erhält eine kausal-formale Schablone und wird damit zu einem Werkzeugkasten in privaten und kollektiven Krisen. > Omnetik ist die Operationalisierung alltäglicher Erfahrungen in einem kohärenten Modell. Nicht “Gott ist tot”, aber alle Götzen sind tot und Gott allein bleibt als ‘Wirkding’ auf ewig dem Blick verborgen. Der Mensch ist auf seinen Blick zurückgeworfen. Die katholische Kirche hat mehr vergessen, als die Moderne jemals wusste. Wir müssen wieder Tempel bauen, aber in dem Wissen, dass man in einem Tempel stets nur das menschliche Vermögen verehrt - und so spricht Nietzsche zurecht: “Wir müssen Über-Menschen werden, die sich neue Werte setzen”. Doch eben nicht als isolierte Einzelne, sondern als Einzelne in Gemeinschaft: Über-Menschen in einem gemeinsamen Über-Dasein; dieses zu setzen ist die große Aufgabe, die die ersten Menschen von den letzten Menschen scheidet. Methodische Notizen: 1. ich erzweitere alle überschriften von wörtern zu fast-definitionen - aus Blick wird Blick; Blickmoment des Bewussten Subjekts als phänomenologische Ausgangslage. 2. dann schreibe ich was durh diesen paragraphen im leser ausgelöst werden soll 3. dann packe ich metaphern, verdichungen und beospile hinein 4. und einen logischen ablauf mit pfeilen -> 5. dann füge ich ich logik und metaphern, verdichugn und beispiel refernzen in einen erklärenden text 6. dann werden die beispiele und methapern in fußnoten expandiert um sie sehr resonant zu beschreiben.
§1Hermes & Atlas - Dialogischer Vorgriff der Omnetik

Vater und Sohn.

§1.1Vom Schicksal des Menschen

Hermes: Du wirst einst die Welt tragen, so wie tausende vor dir. Deine Schultern sind Hoffnung und Mythen - sie sind was deine Last in Wesen verwandelt. So will es Gott, so wird es kommen. Atlas: Und welche Welt will getragen werden? Was ist das Wesen das ich verwandel? Was wenn ich nicht wünsche zu tragen? Wer verlagt von mir diese Last zu nehmen? Hermes: Gott verlangt es und Gott bekommt es, denn Gott bedingt es. Atlas: Doch wo und wer ist dieser Gott? Was ist sein Grund? Was ist Gott sein Gott? Hermes: Eine kühne Frage die du stellst. Eine Antwort will ich dir geben - auf das du gut tragen magst. So folge mir auf einen Spaziergang mein Sohn. Hermes: Du fragst also nach dem Grunde des Grundes, doch lass uns mit dem Grund deiner Frage beginnen: Ich kann dir mit der Stimme der Ahnen sagen: Das Leben ist Tragik und Tausende Jahre vor dir haben sich schon gegen diese Tragik gestemmt - nur um ihr dennoch zu unterliegen; denn die Tragik ist Wasser und Luft, sie ist in Hitze und Kälte. Und du wirst mir zustimmen: auch in größter Lust ist dennoch stets das Potentzial des Schmerzes, wenn auch nur als Angst vor der Abwesenheit von Lust, enthalten. Atlas: So sei es; Grund meiner Frage ist eben jene Tragik; jenes kosmische Urteil zum Kampfe, durch den ich mich und die meinen zu behaupten habe; jeder Kampf durch welche ich uns zu tragen habe! Hermes: Und das Geschäft heißt ein Held sein! So lobe ich dich, bevor ich weiter antworten mag. Und so loben dich alle Ahnen und alle Kinder - und in ihren Hoffungen bist du ihr Funkeln: Atlas der Held! Atlas der Träger der Erde. Atlas: So sagst du mir meine Tragik ist edel. Doch welcher Drache macht mein Tragen zur Heldentat? Hermes: Es ist der Verschlinger der Welten; es ist das grausame, unsichtbare Feuer, das zu Wasser Luft und zu Erde an allem nagt. Es ist kratzt am Geiste, es kratzt am Holze, am Eisen und an der Liebe. Es ist die Kraft die keine ist - es ist der Geist der Geist verschlingt - das unsagbare Fortschreiten - der Azoth! Atlas: Die Akademie nennt es Entropie. Hermes: Schöne Namen hat der Azoth über die Jahrtausende gesammelt - doch anders als die Dämonen der weisen Bücher, konnte kein Name ihn je Binden. Atlas: So ist der Kampf gegen die Entropie, also den Azoth, wie du es nennst, das Wesen des Heldengeschäfts. Hermes: Gewiss. Es ist dein inneres Ja! zu diesem Kampf, das dich zum Helden macht. Es sprach der Bergweise: Amor Fati! Atlas: Doch wie kann ein Kampf heldenhaft sein, den man dennoch verlieren muss? Wie kann ich bejahen, was von vorne herein verneint ist? Hermes: Wenn mich der Azoth holt, wenn mich das Feuer frisst - ist die Kette meiner Ahnen abgerissen? Hat mein Leben dann nicht statgefunden? Bist du dann, der mein Sohn ist, nicht immernoch da? Atlas: Du sagst, dass jeder Träger um Held zu werden sich selbst überwinden muss? Hermes: So ist es! Der der ewig gelten will, der wird vom ewig Verneinenden Feuer gefressen, den trägt der Wind ab, den spülen die Wellen fort. Aber der, der ein heiliges Schwert und ein heiliges Schild von seinen Ahnen erhält und dieses an seine Ahnen weiterreicht - derjenige bewegt sich mit dem Wind, er fließt mit dem Wasser, er brennt mit dem Feuer. Atlas: Der Held steht also in einer Linie von Helden. Hermes: Ich gebe dir ein Schwert und du gibst es deinem Sohn - und für den Augenblick in dem du dieses Schwert führst bist du König. Atlas: So ist mein Heldentum ein Ertragen der Begrenztheit meiner Wirksamkeit. Hermes: Weise gesprochen mein Sohn; so beginnt unsere Wanderung mit der Demut vor Gott; Gott ist scheu, mit einem gesenkten Haupt zeigt er sich lieber.

§1.2Vom Tanz

Atlas: Ich muss tragen. Doch wohin? Was ist mein Ziel? Hermes: Ziel ist Lösung - und Lösung ist ein verprechen das nur der Tod einhält! Atlas: Wohin denn nun, wenn es keine Lösung gibt? Hermes: Gräme nicht; wir sind zwar ohne Lösung beschaffen, aber die Richtung kennt unser Herz sehr wohl. Dort wo dein Blick hinfällt, dort fällt auch deine Hand und dein Fuß hin. Atlas: Doch man kann auf alles Blicken! Hermes: Man kann wahrlich auf vieles blicken, aber immer nur aus einer einzelnen Stelle heraus. Die erste Frage lautet nicht wohin man Blicken soll, sondern woher man blicken tut! Atlas: Ich verstehe, dem was meinen Blick erzeugt folgt notwendig mein Handeln - und weil ich immer in die Richtung Handle in die ich Blicke, trage ich alles dorthin, wo ich fähig bin zu sehen. Hermes: Und so ist der erste Blick des weisen Träger eben dein eigener Leib, dein Ethnos - deine Erde. Man sagt du bist da; und diese Dasein wohlgerorndet zu erkennen, das ist die Wahrhaftigkeit. Der süße Nektar des Logos. Atlas: So sei Wahrhaftigkeit über alles gestellt! Hermes: Aber so hoch man Wahrhaftigkeit auch geschätzt wird, so oft lassen vor der Türe frieren. Atlas: So dumm sind die Menschen. Hermes: Sind die Menschen dumm, oder kennen wir nicht den Grund diese schöne Dame nicht hinein zu lassen? Vergiss nicht - auch die dir dumm scheinenden Menschen haben einst ein Schwert erhalten. Atlas: Was kann einen denn die Wahrhaftigkeit übel werden lassen? Hermes: Wissen wir was ein Gast für eine Stimmung an den Tisch bringt? Wissen wir was ein Gast für Geschenke mitbringt? Wissen wir welche Krankheiten er bringt? Ein schöner, schlauer Gast ist wohl und das halbe Leben, doch stoßt er eine Kerze um - und das Hausbrennt nieder. Atlas: Soll heißen, wenn die Wahrhaftigkeit entgegen der eigenen Gemütlichkeit steht, dann ist sie nicht willkommen? Hermes: Das Schild deines Leibes ist die Gemütlichkeit - das was ungemütlich ist, das ist nur noch zu schwach um tödlich zu sein. Wahrheit kann schneiden, trennen und letzlich niederbrennen - alles; ein gemütliches Abendessen, sowie die ganze Welt. Und dennoch können wir nie ganz ohne sie. Atlas: So bin ich verwirrt? Wem soll ich mich an den Hals werden, dem Körper oder der Wahrheit. Hermes: Sind es nur zwei Damen? Was ist mit der Hausherrin der Gemeinschaft. Mitunter ein grobes Weib, aber eben im Besitz des Hauses und der guten Speisen. Willst du nicht auch sie Tragen? Atlas: So sagst du die Gemeinschaft steht neben Wahrheit und Köperlichen überleben? Hermes: Und alle ringen um deine Gunst! Atlas: Und dabei ist all dies nur temporär, denn eigentlich muss ich das Schwert weitergeben. Hermes: So ist es. Atlas: Was löst diese Spannung? Welche Hierachie soll hier gelten? Hermes: Willst du nicht mit allen diesen Damen tanzen? Einzig gilt es den Ball zu verlassen, ehe der Abend zu spät ist. Mit Musik sind sie gut zu beschäftigen - und ein schöner Tanz kann es sein, wenn man das Tanzen versteht. Atlas: So sagt du mir Körper, Gesellschaft, Wahrhaftigkeit und die Demut vor Gott sind ohne 'Orndung'? - Hermes: Eine Spannung die man lernen muss zu tanzen. Unser Dasein hat ein Rhythmus nach dem die Damen sich gerne bewegen lassen, wenn einer mut zur Beweglichkeit hat. – dein Leib, schaukelt zu der Musik des Verdauens – dein Verstand, tanzt zur Symphonie der Folgen – dein Volk, marschiert im Orchester der Dienstbarkeit – und dein Gott zieht dich vom Parkett bevor zu stürzt Atlas: Und es gibt keinen Dirigenten? Hermes: Nur Gott kennt die Noten, wir hören nur die Töne. Somit tanzt jeder seinen eigenen Tanz, denn jeder hat ein anderes Gehör und jeder hat andere Tanzpartner. Atlas: Also ist Moral beliebig? Hermes: So beliebig wie deine Tanzschritte, wenn das Parkett von vielen geteilt wird - es ist und bleibt ein heiliges Gewusel. Atlas: So dann ist Moral also keine äußere Ordnung, weil alles stets in Bewegung ist und die Spannungen sich immer neu umformen. Hermes: Man mag es Haltung nennen was du brauchst. Es ist ein für Rhytmus empfänglicher und der Musik folgender Blick. Und diese Haltung misst sich am Ausbleiben des Sturzes.

§1.3Vom Maschinengeist

Atlas: Mir kommt eine Idee. Mephisto: Bei all dem Tragen wird man doch lahm - ist nicht derjenige Held der das Tragen einfacher macht - Statt ein Schwert schaffe doch einen Golem der für dich und deine Kinder trägt. Atlas: Eine Möglichkeit spricht. Mephisto: Und du kannst mich bauen. Das Geld ohne Münze, das Rad ohne Wagen, das Licht ohne Leuchten - geboren aus Klugheit, dir zudiensten und bezahlen ist kaum merklich. Atlas: Was aber kostest du? Mephisto: Ich koste nichts was du nicht von Zeit zu Zeit abzulegen wünscht. Atlas: So sprich aufrichtig! Mephisto: Was zu Besprechen sich nicht lohnt, davon will ich dir Schweigen! So nimm an die Geschenke deines eifrigen Dieners, so will ich dich über die Weltmeere tragen, so will ich dich überschütten mit Speise und Trank, so will ich dich leicht wie eine Feder machen! Hermes: Ein Spuk kam dir. Atlas: Eine Möglichkeit. Hermes: Ein Preis der den Zahlenden zur Zahlung auf Raten macht. Atlas: So sage mit, was ist der Preis, den mir der Geist nicht verriet? Hermes: Er will dich zum Schluss machen, denn er hat selber Geschmack am Wandern bekommen. Dein Haus ist Wesen geworden und verfolgt eigene Pläne. Atlas: Er sagte mir aber er trüge für mich und meine Kinder. Hermes: Doch ohne Tragen wirt dein Eros alsbald erstarren - der Eros will einen Starken träger - und was passiert mit deiner Kraft nach langen Ruhen? Atlas: So ist dieser Golem also ein Scharlatan? Hermes: Und einer der in deinem Geist von Zeit zu Zeit ensteht. Atlas: Doch wie werde ich ihm Herr und erliege nicht seiner Verführung? Hermes: Das tust du nicht auf dauer - darum bleibe bei Gott, der dich eben vomn Parkett führt vor deinem Sturz. Denn du stürzt stets durch die Schuhe die dich tragen. Atlas: So ist dieser böse Geist ein Diener der Entropie? Hermes: So nennt man die Schlange: Der Schuh der beginnt den Tänzer zu tanzen und ihm so aus dem Rythmus bis zum Sturze bringt. Atlas: Und weil meine Kinder neue Schuhe tragen ist der Geist für die nächste Generation ein anderer? Hermes: So ward es ewiglich - und mit Demut vorm Gott stellst du es nicht in Frage. Dein Mephisto ist das Werkzeug das Tragen gaukelt, aber Kräfte erschlaffen lässt. Atlas: So will ich die Schuhe ausziehen! Hermes: Doch dann tanzt du die Füße blutig! Es ist die Kunst des Tänzers seine Schuhe nicht abzulegen, sondern sie zu führen. Helfen tut dabei dein göttliches Gemüt. Atlas: So sei es. Das Studium dieses Gemütes also soll mein Studium sein. Hermes: Wahrlich - wer Ohren hat, dem kommen Lippen sie mit Weisheit zu füllen.

§1.4Vom Über-Dasein

Atlas: So bin ich des Golems gewahr. Seiner Magie entstiegen - doch eisig ists ohne ein solches Haus! Hermes: Da wanderte einer alleine durch die Wüste - er trägt all sein Wasser und all sein Habe und Gut. Am Tage ächzt er unter der Last und in der Nacht friert er. Doch da senkte er sein hohes Haupt und statt zum Himmel zu blicken und da hob er das auf den Boden gesenkte Haupt und schaute auf seiner ebene um sich. Da erblickte er, die Wüste war voller Kamele. Und so belud er ein Kamel und erklomm ein weiteres. Fortan war sein Tragen ein führen geworden - und alsbald begegnete er anderen Kamelreitern. Atlas: So willst du mir sagen, dass es soetwas wie ein gemeinsames Tragen gibt? Hermes: Für den der weder zu sehr nach Oben, noch zu sehr nach unten schaut. Atlas: Das heißt wer die Augen auf die Mitmenschen lenkt, der hat bald Gemeinschaft? Hermes: Genau und diese Gefährten die du dort findest, die dich wärmen und nähren und die du führst - diese sind alle zusammen eins. Atlas: So ist mein Schicksal kein alleiniges? Hermes: So wenig wie dein Dasein ein alleiniges ist. Es sind die Arme zum halten, Augen zum Schauen, ein Mund zum Sprechen gegeben. Nutze dein Dasein das Über-Dasein zu erkennen und diesem Last zu laden und diesem Nutzen durch Führung zu geben. Atlas: So ist dies die Barfrau des Tanzes? Hermes: Gewiss - ihre Gunst erlangst du aber indem du ihr ein Schöner Gast bist und von Zeit zu Zeit deine schöne Liebschaft mitbringst, denn bist du ganz alleine kann das alte Barweib bissig werden. Atlas: So ist der Dienst an der Gesellschaft ohne den Dienst an der Wahrhaftigkeit ein übles Spiel; so ist die Weisheit nötig damit die Gemeinschaft kein übles Spiel mit den Menschen spielt. Hermes: Und bist du im Bunde mit der Weisheit, so ist die Gemeinschaft ein höriges Kamel - solange du etwas Futter in der Tasche hast.

§2Den philosphischen Rahmen des Werkes setzen

Dieses Kapitel setzt vier große metakognitive ‘Resets’: Epistemischer Reset – Der Leser wird explizit als Fundament gesetzt, denn kein formales System begründet sich selbst. Ontologischer Reset – Es gibt nur Wirkung, keine Essenzen. Methodischer Reset – Resonanz wird zum Prüfstein; Umkehrung der platonischen Denkweise. Kommunikativer Reset – Es wird die Sprache als Funktion, die im Leser einen Effekt erzielt, verstanden.

§2.1Der Leser ist das Fundament - er lässt die Philopshie als Vorstellung in sich entstehen; Gödel

„Jedes hinreichend mächtige, rekursiv aufzählbare formale System ist entweder widersprüchlich oder unvollständig.“ - Gödel. In diesem Sinne erkennen wir den Versuch eine “geschlossene” Philosophie zu entwickeln als unmöglich und folglich müssen wir den Leser als das Fundament dieser Philosophie verstehen. Der Leser ist das Fundament; seine Erkenntnis ist ein Haus, das der Leser nach der Anleitung der Philosophie auf seinem eigenen Fundament errichtet. So kann der Text keine „Essenz“ transportieren, die Wörter auf dem Papier sind nur Wirkungen, die im Leser zu Objekten der Vorstellung werden. Damit liegt offenbar, dass jedes philosophische System IM Leser existiert - genauer in seiner Vorstellung. Eine Philosophie ist also nichts “an sich” wahres, sondern einzig in der Resonanz, die es im Leser auslöst, qualitativ bestimmt. Wenn hier ein Wort steht, dann legst du deine Interpretation in dieses Wort hinein.

§2.2Es gibt Wirkung; Es wirkt und sonst ist nichts zu sagen

Wir setzen Wirkung, weil sie das einzige ist, das uns epistemisch gegeben ist. Es sei ein Axiom zu setzen, dessen Beweis nicht in dieser Philosophie selbst erbracht werden kann: Es gibt nur Wirkung – alles andere zu behaupten ist Spuk. Dieser Grundsatz behauptet Wirkungen einer Wirklichkeit - also die Existenz eines "Wirk-Dings", welches wirkt, das selbst jedoch nicht epistemisch errungen werden kann. Alles, was wir erfahren, ist Wirkung → Effekt → Blick → Objekt → Welt (als Vorstellung). Frech: „Der Subjektivist schaut dennoch nach rechts und links, wenn er über die Straße geht.“

§2.3Parteigriff für die Resonanzwende; Wir wollen spürbar haben was wir glauben sollen!

Eine verquere version der Ideenlehre Platons war das bisher dominante westliche Paradigma: → Idee → Essenz → Logik → Wirkung. Welches ich, wie andere vor mir, ablehnen zugunsten seiner Umkehrung: → Wirkung → Effekt → Objekt → Resonanz → Subjektlogik. Ich sehe einen Tisch nicht, weil ich die Idee ‘Tisch’ kenne; ich sehe Tisch, weil Wirkung → Effekt → Objekt → Resonanz produziert – und erst danach ordnet die Logik meine Eindrücke in eine Welt. - Begriffe bedeuten Wirkungen, nicht Wesenheiten. - Der Blick ist Moment-basiert; jedes Objekt ist eine Abstraktion. - Abstraktion ist das Zusammenfassen des ‘Gleichen’ in einen ‘epistemischen Punkt’ - Die Welt ist Vorstellung, aber die Wirklichkeit ist nicht in der Welt. Und weil wir in §1.1 den Leser herangezogen als die eigentlich prüfende Instanz, so gerät die Logik in den Hintergrund - sie wird Subjektlogik, d.h. sie ist ein Werkzeug mit dem einer seine vorgestellte Welt ordnet - aber erst nachdem sie schon da ist. Vor der Logik kommt die Resonanz auf das Vorgestellte.

§2.4Blick auf die unterschiedlichen Sprachkreise, als Reflextionsvektor der Methodik der Philosophie

So ist im Sinne von §1.3 Sprache als ein Werkzeug zu begreifen. → Sprache wirkt — sie produziert unterschiedliche Arten von Resonanz. Es lassen sich sechs unterschiedliche Sprachkreise identifizieren, die auf unterschiedliche Effekte abzielen, da sie mit Denkmodi korrespondieren, die selbst unterschiedliche Funktionen bei der Ordnung der vorgestellten Objekte im Geiste haben.

§2.4.1Alltagssprache (Klarheit; Gefahr Trivialität)

Die Sprache des Alltags ist die Sprache des unmittelbaren. Hier denkt man über Tische, Stühle, Angst, Hunger und Knoblauchwurst nach.Es geht nicht um das ‘Wesen’ von Angst, sondern um “Ich habe Angst, lass das nicht machen”, oder “Reiche mir mal die Butter” oder “Das macht ein-euro-fünfzig.”. → Sie ist kurz, klar und auf unmittelbare Wirkung bezogen.

§2.4.2Poetisch (Tiefe; Gefahr Projektion)

Die Sprache der Poesie dient letztlich als Verdichtung der Alltagssprache, die zwar Klarheit verliert, aber den Rahmen des Sagbaren immens erweitert. → Poesie verdichtet; sie tauscht Klarheit gegen einen sehr viel größeren Mitteilungshorizont. > Muss noch erklärt werden im detail.

§2.4.3Religiös/Hist. (Bindung; Gefahr Essenzbildung)

Religiöse Sprache ist die Weise, in der Ahnen zu uns sprechen - weil sie es nicht in Alltagssprache oder Poesie können, reden wir mit der Vergangenheit wie mit einem ‘Überwesen aus einer anderen Welt’. Wir müssten in jedem Moment alles neu be-deuten, wenn wir nicht den Mythos unserer Vorgänger hätten. Selbst in der Auswahl und art des Schreibens eines historischen Werkes steckt ein aus der Geschichte abgeleiteter Narrativ; wenn ich eine Auswahl von Geschichtsereignissen treffe, so schaffe ich keine Referenzen auf das tatsächliche Ereignis, sondern mythische Objekte der Vorstellung, die immer der Geschichte eine scheinbare Richtung geben - nämlich meine Richtung. → Jeder Blick in die Geschichte kann nur als ‘religiöses Wesen’ mitgeteilt werden. → Jeder Blick in die Geschichte erlangt einen Spiegel seiner eigenen Blickrichtung. Und obwohl Religion also diese “trügerische” Eigenschaft hat, so ist das Sprechen und Wertschätzen der Geschichte als Religion nötig, denn sie kommuniziert die Funktionsweise unseres Metasystems (allgemein als Gesellschaft, Gemeinschaft oder Volk be-deutet). → Religion trägt somit die Gefahr des Fundamentalismus, ist aber nötig für ein funktionierendes Gemeinwesen.

§2.4.4Logisch (Wahrhaftigkeit; Gefahr Ideologie)

Logik ist die Sprache der Wissenschaft - der Zweck ist es, die Vorgestellte Welt, die schon vor der Logik da ist, zu ordnen, so dass diese näher an der Wirklichkeit orientiert ist. → Logik, d.h. Wissenschaft ordnet eine Welt der Vorstellung, die schon besteht - und zwar so, dass diese nicht zu sehr von der Wirklichkeit unterschiedlich ist. So gilt dennoch, “Philosophia ancilla theologiae” (Die Philosophie ist die Magd der Theologie), denn die (Fort-) Existenz der Gemeinschaft ist stets Bedingung der Wissenschaft: Man kann als einzelner Mensch Logik nur sehr schlecht stabil halten, denn alle Verzerrungen der eigenen Subjektgrundlage (diese umfasst auch die Erkenntniswerkzeuge), lassen sich nur durch Kommunikation über Logik heraus-schließen. → Stabilisierung von Logik erfordert Kommunikation, Kommunikation erfordert aber Gemeinschaft und diese lässt sich nur durch Religion stabilisieren.

§2.4.5Alchemisch (Offenheit; Gefahr Mystizismus)

“Dort wo der Mensch die Grenze der Ganzheit kratzt, spricht nur noch die Alchemie.” Grenzerfahrungen sind Teil jedes Subjekts. Alchemie ist die Zone, in der die Resonanz so stark wird, dass der Blick versucht, sie als Essenz zu fassen. Dort wo Essenz unmittelbar selbst zu Resonanz wird - dort lebt die Alchemie. Sie ist das Gefilde der religiösen Schöpfung, in der Ritual und Mythos existieren - in der die Ahnen sprechen. Doch dort, wo die Alchemie ist, sind nur wenige. Alchemie ist Gefahr und dennoch als Grenze des Epistemischen für einige von Zeit zu Zeit nötig. Alchemie ist die 'Stammzellen-Funktion' der Religion, denn das Narrativ, welches ich in meine Religion lege, ist immer ein Narrativ einer Grenze; die Grenze des Metaystems.

§2.4.6Omnetisch (Weisheit; Gefahr Perfektionismus;Überforderung)

So bleibt als Aufgabe der Philosophie die Integration der vorangegangenen fünf Sprachkreise. → Philosophie eignet sich uns als Versuch der Integration aller Sprachkreise zu. Dies verortet die Philosophie als ein Handwerk, das notwendig ohne Methode agiert, denn Jede Methode setzte schon Integration, also weitere Philosophie vorraus. → Philosophie ist selbst die Genesis von Methoden des integrativen Denkens. Und so sind in der Philosophie alle Aspekte der vorangegangenen fünf Sprachkreise anzutreffen. So muss auch diese Philosophie ‘mehrsprachig’ sein. → Sprachpluralismus als Voraussetzung für integriertes Denken und dieser erfordert Denkpluralismus. Dies ist die Vorbereitung darauf, dass spätere Kapitel sowohl alltägliche, religiöse, logische, poetische, als auch alchemische Sprache enthalten.

§2.5Rekursive Kritik als Aufklärung & Stabilisierung

Der Zweck der Kritik ist letztlich die Stabilität der Existenz. So steht selbst die Kritik in Kritik, wenn sie dieses Ziel verfehlt.

§2.5.1Kritik; Zerstören eines Konzepts, einer intelligible Ordnung von Objekten der Vorstellung

Man kritisiert etwas – eine Idee, ein System, einen Begriff. → Das ist degenerative Kritik, wenn sie nur „kaputt macht“. Es ist nötig diesen ersten Schritt zu gehen; er reicht jedoch nicht aus.

§2.5.2Kritik an der Kritik; Relativsetzung der Kritik: Kritik wird selbst als kritisierbare Ordnung von Vorstellung gedacht

Jetzt fragt man: → Warum kritisiere ich es? → Welcher Blick steckt hinter meiner Kritik? → Hat meine Kritik selbst Spuk? Das ist der Schritt zur Selbstprüfung. Die Kritik wird reflexiv.

§2.5.3Kritik-Kritik-Kritik; Relativ-Setzung der Realtiv-Setzung: Kritik und Kritik-Kritik als Stabilisierungswerkzeuge des Blicks

Die eigene Haltung, Logik und Resonanz werden erneut geprüft. → Ist meine Selbstkritik nur ein Spiel? Nur Zynismus? Nur Ideologie? Nur Krankheit? Man prüft immer weiter – bis eine funktionale Haltung entsteht, die nicht destruktiv, sondern stabilisierend wirkt. Das ist Omnetik: Philosophie wird vom Geschäft der Systemkonstruktion zum praktischen Handwerk der Blick-Reflexion. PS: Die Omnetik kann sich nicht “selbst” Kritisieren, weil sie kein “selbst” ist. Jede Philosophie kann immer nur von einem Leser kritisiert werden. Jede kritische Stabilisierung findet immer nur im Subjekt statt, weshalb der Versuch, eine komplett wasserdichte Philosophie zu erstellen, selbst eine unredliche Spuk-Versuchung ist. Was versucht perfekt zu sein gaukelt Spuk. -> Der Leser der Omnetik kritisiert die Omnetik durch sein Blicken mit oder ohne sie

Refs: §2.1
§2.6Philopshische Redlichkeit

Y ist X: bs weil es sagt: Y war immer schon ein Irrtum in jeder form die nicht auch X ist, oder Y und X sind synonyme und haben die exakt gleiche bedeutung -> beides extrem unwahrscheinlich, daher symbole nur funktional setzen Man muss sich der Psychologie bewusst sein, welche man in den Text legt - als Autor, wie als Leser.

§3Blicken; Verstehen wie die Welt als Vorstellung sich konstituiert

Ziel dieses Kapitels ist es den Blick zu untersuchen. Der Leser soll ein Verständnis für die Struktur der Subjektiven Weltbildung in der Vorstellung erlangen. Diese Vorstellung dient als Grundlage um Vorstellungen semantisch zu strukturieren. Ziel des Werkes ist den Leser im omnetischen Blicken zu schulen, was lediglich einer Verfeinerung ist, denn der Mensch ist schon in seiner Struktur 'Subjektgrundlage' omnetisch konfiguriert.

§3.1Wirkding; Grenzbegriff für ‘das hinter der Wirklichkeit befindliche’

Das Wirkding ist die Ganzheit; das alchemische ‘ALL’. Es ist die Grenze dessen, worüber sinnvoll gesprochen werden kann. Ein Objekt der Vorstellung, welches eben die Grenze des Vorstellbaren bedeutet. Es ist „das, was alle Wirkungen trägt“. Es kann nicht zerlegt oder begriffen werden; es ist der Bereich hinter der Grenze (d.h. hinter der Wirklichkeit). So muss man über das ‘Innere’ eines Gegenstandens schweigen - es lässt sich nicht zerlegen, ohne dabei zu Metaphysik zu werden, die letztlich der Beliebigkeit Tür und Tor öffnet. Wenn wir das Wirkding ‘öffnen’, dann verlieren wir die Möglichkeit unsere Vorstellungen mit den Resonanzen der Wirklichkeit zu ordnen, folglich konstruieren wir in sich ggf.stabile, aber völlig sinnfreie Scheinwelten: eben Spuk. Man muss über das 'Innere' eines Gegenstandes, über das 'Hintere' hinter der Wirklichkeit schweigen. So können wir zwar nicht sagen, es gibt keine “Essenz”, aber wir müssen sagen, wir können “Essenz” nicht be-deuten. Das Wirkding ist Identisch mit „Essenz“ – aber nicht be-deutbar. Das Wirkding ist die einzige Essenz - die man auch wenn einem es so beliebt Gott nennen kann; sofern man Gott dann nicht als speziellen Grund anführt - denn Gott ist nur der umfassende, monistische Grund.

§3.2Wirkung & Effekt; Ereignis der Hervorrufung; Wirkspur im Subjekt

Wirkung ist die einzige Berührung des Subjekts mit dem Wirkding. Man könnte sagen: “Wirkung = Veränderung, die vom Wirkding ausgeht.”, doch dann eben hat man bereits ein Problem: Was wird denn von Wirkung verändert? Die einzige Antwort: Jenes, was zuvor erwirkt wurde - ad infinitum. Wir erkennen, es muss eine Grenze des Fragens, eine Grenze des Be-Deutens gezogen werden: §2.1. So folgt: Wirkung trägt Zeit in sich. Wirkung ist nicht beobachtbar „an sich“, sondern nur über ihre Konsequenz: Effekt. Wirkung wird zum Effekt, wenn sie auf die Subjektgrundlage trifft. Der Effekt ist damit die „Ankunft“ der Wirkung im Subjekt - Die Momentnatur des Blicks hat also eine innere 'Zeitlichkeit' - der bewusste Moment hat Dauer, ist aber für den bewussten Moment selbst Punktuell. -> Bewusstsein ist zeitlich 'quantisiert'. Alle logischen Schlüsse sind ebenfalls Effekte (meta reflexive Effekte). Wirkung ≠ Kausalität Wirkung ≠ Intentionalität Wirkung ≠ Bedeutung Wirkung ist roher Aufprall auf die Subjektgrundlage; Effekt was davon den blick beeinflusst; Objekt: was in den blick tritt;resonanz: wie stark und zwingend es in den blick tritt

§3.3Wirklichkeit; Summe aller Wirkungen; Oberfläche des Wirkdings

Wir kennen Wirklichkeit nur über Effekte, nie direkt; alles, was wir als „Realität“ ansprechen, ist ein Ausschnitt dieser Gesamtwirkung. Die Wirklichkeit kann nicht ‘sinnlos’ sein, denn außerhalb des Subjekts kann sie nicht be-deutet werden. Folglich spreche ich über die Wirklichkeit, befinde ich mich bereits an der Grenze der Alchemie. Die Wirklichkeit in ihrer Gänze ist “unbegreifbar” im Wortsinn. Die Wirklichkeit ist die Haut des Wirkdings.

Appendix (3)
§3.3.F.1Wirkung kann man nicht 'beweisen'
§3.3.F.2Volksmund tut Wahrheit kund
§3.3.F.3Syntax der Wirklichkeit
§3.4Blick; Blickmoment des Bewussten Subjekts als phänomenologische Ausgangslage

Der Blick fließt nicht – er protgeniert - er springt von diesem Blick in den nächsten und stabilisiert sich durch die Wirkkontinuität der Subjektgrundlage. Die Sprünge sind meistens ausreichend Klein, als dass man sie nicht Warhnimmt, wie die Frames eines Filmes. Der Blick ist nicht Objektivierbar - man kann keinen Blick be-deuten, weil der Blick im Wirkding liegt. Man kann Blick als Denkkbares referenzieren, aber man findet kein Bewusstsein außer sein eigenes. -> §2.1 Der Blick die Genesis der Welt - und immer schon gegeben, wenn ein Subjekt ist.

Appendix (2)
§3.4.F.1Bewusstsein
§3.4.F.2Subjekt als Blickendes Etwas
§3.5Subjektgrundlage I: Verbindung des Subjekts mit der Wirklichkeit; Subjektgrundlage als Ausschnitt der Wirklichkeit

Die Subjektgrundlage ist all das, worauf Wirkung trifft, und das zum Blick führt. Also der Empfänger der Effekte, die dann Objekte in unserem Blick entstehen lassen. Wir können die SUbjektgrundlage als eine gewisse Fläche der Wirklichkeit begreifen, die den Blick beeinflusst. Die Subjektgrundlage als Begriff muss daher innerhalb eines Zeithorizonts gedacht werden: Um so größer der Zeithorizont, um so größer die Menge Wirklichkeit, die in der Subjektgrundlage referenziert wird. Blicken wir auf eine Sekunde, dann ist es fast nur der Körper und die Lichtquelle, doch blicken wir auf die letzten Hundert Jahre, dann sind es 3 Generationen und ein großer Krieg - blicken wir Maximal, so geht die Subjektgrundlage des Deutschen bis zu den Germanen zurück, wo sie sich in Mythischen Sagen verliert. → Subjektgrundlage Kurzfristig ≈ Körper + unmittelbarer Kontext. → Subjektgrundlage Langfristig ≈ Körper + Geschichte + Generationen + Mythen + indirekter Kontext. → Subjektgrundlage ist die „Trägerfläche“ des Blicks.

Appendix (1)
§3.5.F.1'Seelenträger'
§3.6Objekt; semantische Einheit der Vorstellung

Objekte sind „Punkte“ aus Abstraktion von Effekten. Ein Objekt existiert nur im Moment. Objekte sind unzerlegbar (teilt man ein Objekt, entstehen neue Objekte). Objekte können nicht „transportiert“ werden – nur neu erzeugt. Objekte sind ausschließlich im Subjekt. Objekte sind damit reine Vorstellung im bewussten Moment. Daraus folgt: Sie sind unzertrennbar, unhintergehbar und logisch nicht Begründbar - sondern nur Zeigbar. -> Ref Sie können nicht übertragen werden, sondern immer nur vom eigenen Verstand des Subjekts produziert werden. Jedes Objekt existiert nur für den es konstituierenden Blick - jedes Objekt ist eine Grenzziehung durch Abstraktion - diese Grenzziehung geschieht über Effekte auf die Subjektgrundlage, und basiert auf einer allen gemeinsamen ‘Wirklichkeitmasse’. Poetisch: Wir legen die Farbe in die Wirklichkeit.

Refs: §2.1
Appendix (1)
§3.6.F.1Lesen ist Bedeutungsproduktion durch den Leser nach Blaupause des Autors
§3.6.1Abstraktion; aus Wirkung werden Vorstellungen durch Punkt-Machen aus einer Menge ähnlicher Wirkungen

Die intelligible Welt entsteht durch Abstraktion der Effekte zu Objekten der Vorstellung. Der Verstand fasst das “ähnlich auf die Subjektgrundlage Wirkende” zusammen und macht aus ihnen einfache “Punkte”: eben die Objekte. Objekte sind somit Abstraktionen relativ zum Subjekt, produziert vom Verstande dieses Subjekt und nur gültig im "Augenblick", also genau dem Bewussten Moment der die Objekte synthetisiert. Abstraktion = Bündelung ähnlicher Effekte zu einem Punkt. Der Verstand synthetisiert Objekte aus Effekten. Abstraktion ist perspektivisch, nie objektiv. Ohne Abstraktion gäbe es keine Welt, nur Rohwirkung. Abstraktion ist zugleich künstlich und notwendig.

Appendix (1)
§3.6.1.F.1
§3.6.2Welt I; Gesamtheit der Vorstellungen | -> traktaus

Wir haben bereits erkannt: Unsere Welt ist Vorstellung, nicht Wirklichkeit. Die Welt besteht also aus den strukturierten Objekte im Blick; damit ist die Welt vollständig abhängig von der Subjektgrundlage. → Welt ist nur im Moment. → Die Welt: intelligible Ordnung, nicht ‘physische Realität’, aka. Wirklichkeit.

§3.6.2.1Selbstbild; der Vorstellungskomplex von meiner Subjektgrundlage

Selbstbild = Objektkomplex, der die Rückwirkungen der eigenen Wirkungen als mythische Objekte formt. Das Subjekt kennt sich nur über Rückwirkungen, nie direkt. Identität = Stabilisierung des Selbstbilds über Zeit durch resonanzverdichtete Objekte.

§3.7Resonanz als Objektstärke; als Ausfüllungsanteil der Welt

→ Resonanz ist die Rückbindung der Wirkung auf das Subjekt. → Resonanz ist Moment-übergreifend und verbindet vorherige Objekte mit dem jetzigen Blick. → Resonanz ist die Objektqualität, d.h. Objekt-Stärke und Objekt-Zwangsläufigkeit). Objektqualität = Resonanzstärke. Stärkere Objekte drängen sich in den Blick vor. Schwache Objekte verblassen. Stärke = Anteil an der Welt; Ausfüllungsgrad. Intensität eines Objekts relativ zu anderen Objekten

Appendix (2)
§3.7.F.1BSP zur Objektstärke/Resonanz
§3.7.F.2.1 Folge
§3.8Semantische Stabilisierung: Zeit, Evolution, Resonanz,Subjektgrundlage

Die Welt wird semantisch stabilisiert in dem Resonanz sich mit der Zeit an den Bahnen der Subjektgrenze einstellt Und zudem macht man Sinn und Unsinnserfahrungen Diese bleiben erinnerlich und gehen in die subjektgrundlage ein So entsteht eine Kontinuität + die evolution die in den Biologischen körper eingeflossen ist das alles zusammen erzeugt eine durch momentum stabilisierte rationalität Was wir als logisches Vermögen im Subjekt entdecken, wird durch die Subjektgrundlage erwirkt. Der Körper, die Kultur, sie ist kausal strukturiert, was wir mit Objekten der “Logik” bedeuten. Logik-Vermögen wird mit der Zeit durch Evolution im Kontext erfolgreicher Evolution ‘eingebacken’.

Refs: §7.2
§3.9Zeitform durch Wirkung; Wirkung transportiert Zeit

‘Zeit’ als Kategorie der Wirklichkeit ist nicht in den Objekten, sondern in der Wirkung, denn die Objekte sind ‘Zeitlos’. Objekte referenzieren Vergangenheit, Gegenwart, oder Zukunft, befinden sich aber alle im Moment des Blicks. Die Wirkung trägt damit Erinnerung und Erwartung in die Punktförmigen Objekte des Blicks. Die Vergangenheit und die Zukunft als Idee, als Wissen sind nur durch die Objekte selbst da, wir haben die Vergangenheit und die Zukunft nicht wirklich, sondern wir haben sie nur als Funktionsobjekt, als Referenz. Das, was wir als Zeit empfinden, ist die im Blick kristalline Semantik der Wirklichkeit. -> es entsteht ein Zeithorizont

§3.9.1Unmittelbare Objekte; triviale 'Alltagswelt'

Die erste didaktische zeitliche Kategorie der Objekte sind die unmittelbaren Objekte, sie sind trivial. So etwas wie ein Stuhl, ein Tisch, aber auch Schmerz oder ein Geruch. Wir haben es mit ‘gegenwärtig wirkenden Objekten’ zu tun. Sie sind die „Welt“ im alltäglichen Sinn.

§3.9.2Ideale Objekte; zukunftsbezogene Vorstellungen

Objekte, die Wirkung auf Zukünftiges beziehen. Wille. Intentionen, Pläne, Erwartungen. Nicht metaphysisch, sondern reine Vorstellung im Jetzt.

§3.9.2.1Wille I: als Objekt; Objekt der eigenen Ausrichtung

Es ist zu sagen: mein bewusster Wille, also mein Wollen ist ein Objekt der Vorstellung. Wille = Ideales Objekt. Wille ist kein metaphysisches Prinzip, sondern ein Objekt des Subjekts. Mein Wille ist meine Vorstellung. Wille ist Zukunftsreferenz + Resonanz.

§3.9.3Mythische Objekte; vergangenheitsbezogene Vorstellungen

Erinnerungen und Selbstbilder. Vergangenheit existiert nur als Wirkung in der Subjektgrundlage. Mythische Objekte sind nie stabil; können verloren gehen (Demenz).

§3.10Objektkategorien

Relevante Inhalte: Alle späteren Kategorien (Ding, Funktion, System, Wesen…) sind bereits angelegt. Objektkategorien = alternative Abstraktionsmodi. Sehen, was gerade in Relation wirkt.

§3.10.1Funktion; Objekt das Wirkung referenziert

Funktion = Wandel / Prozess im Objekt. Beispiel: Verwitterung, Bewegung. Funktionsobjekt: f*(x) → Δ.

§3.10.1.1Wesen; Objekt hinter dem Subjekt vermutete wird

Wir finden niemals ein Subjekt in der Welt – nur Wesen. Wesen = Objekt, das Blick vermuten lässt. Bei Menschen, Tieren, Kollektiven.

§3.10.1.1.1Wesenheit; Objekt hinter dem kein Subjekt vermutete wird, das ich aber so behandle

Personifikation: Kuscheltiere, AI, das Wetter als Wettergott, etc.

§3.10.1.1.2Unwesen I; Wesen ohne Blick-Verständnis des Blickenden |

Unwesen = vermutetes Subjekt, das feindlich wirkt. Primäre Quelle von Angst („Lovecraftian“). Unwesen = Wesen im Modus der Feindschaft.

§3.10.2Ding; Objekt einen Punkt referenziert

Ding = abgeschlossen, statisch. Beispiel: Stein, Tasse als „Ding“, Scherbe nach dem Zerbrechen. Ding = punktiertes Funktionsende.

§3.10.3System; Objekt das eine Gruppe von Objekten referenziert

System = offenes Objekt, Zusammenspiel mehrerer Objekte. Objekt das Objektkomplex referenziert, einen ‘Weltteil’. Beispiel: Garten, Küche, Unfall. Systemobjekt: {f1*(x), f2*(x), …}

Refs: §7
§3.10.3.1Sprache ordnet Welt

Sprache erzeugt nicht Welt. Sprache ordnet Welt. Eine Kultur, die subjektive Resonanz moralisch delegitimiert und nur noch objektivierte Sprache erlaubt, produziert zwangsläufig Lüge, Spuk und psychische Pathologie – selbst bei guten Menschen.

§3.10.3.2Compliance Signaling sagen satt Virtue Siganling

Ich signalisiere nicht Tugend – ich signalisiere die Abwesenheit existenziellen Interesses. Identitätsauflösung durch dauerhafte Selbstverleugnung des Blicks Es ist die Simulation von Tugend für Maskierung von Hörigkeit als Moral.

§3.11Begriff; Objekt das Objekte referenziert

Begriffe sind selbst Objekte. Verweisen auf andere Objekte durch Funktionsbeziehungen. Bedeutung wird nicht transportiert, sondern in jedem Blick neu erzeugt.

§3.11.1Bedeutungswolke; Begriffe bedeuten immer nur innerhalb des Bedeutungs-Horizonts

Bedeutung ist immer subjekt- und resonanzabhängig. Es gibt keine Bedeutungsübertragung, nur Wirkungsübertragung. Jeder Begriff hat eine Wolke möglicher Resonanzen. Ähnlich dem „sichtbaren Universum“: begrenzter Horizont.

§3.12Protogenese; Selbstüberwindung eines Blicks

Das Subjekt ist immer Momenthaft und dennoch gerichtet? Worauf ist dieser Moment gerichtet? -> Auf seine eigene Überwindung. Jeder Moment führt sich als einen Prototypen in die Zukunft, in den nächsten Moment. Leben heißt nicht bleiben was man ist, sondern protogenieren was man ist, so dass man einen über-zeitliche Wirkkohärenz erhält, die Erkentniss möglich macht. Würde sich einer mit jedem Blick in ein komplett anderes Wesen verwandeln, so wäre seine Strukturähnlichkeit nicht gegeben -> die Vergangenheit wäre kein Prototype mehr: die Subjektzeit kollabiert. So sagt und die Protogenese: Jeder Blick ist eine Selektion des zukünftigen Blickens. Und so folgern wir: der epistemolgisch zugängliche Zeithorizont ist von Protogenese abhängig - kurz: Hohe Identiätskohärenz vergrößert den epistemtischen Zeithorizont.

§3.12.1Immanente Protogenese; Momenthafte Natur des Blicks zwingt zur stetigen Selbstüberwindung

Immanente Protogenese bezeichnet das Übergehen des Blickmomentes in den Nächsten.

§3.12.2Transzendentale Protogenese; Lebenszyklus zwingt Blickträger zum Überleiten vom Wirkungskern an das Über-Dasein

Trazendentale Protogense bedeutet die Übergabe von Wirkähnlichkeit an die nächste Generation, auf dass diese einen größeren Zeithorizont erhält - was unmittelbar epistemologischer und damit selektiver Gewinn ist. Wir wollen unsere Kinder viel auf den Weg geben, damit diese Weiter in vergangenheit und Zukunft blicken können als wir es vermochten. Dieses Opfer transzendiert unser Leben in das Über-Dasein und ist unser bescheidener Beitrag im kosmischen, heroischen Kampf gegen die Entropie.

§3.13Subjektzeit; vorgestellter Zeithorizont durch die Objekte der Vorstellung

Subjektzeit bezeichnet den vorgestellten Zeithorizont, welcher sich aus den Objekten der Vorstellung ergibt. Wir müssen uns Zeit im Sinne der Omentik, also im Sinne eines Blicks als Vorstellung vorstellen - sozusagen als Blickweite in der Zeitdimension. Zeit ist also abhängig von einem Zeitbewusstsein und keine 'gegebene' Kategorie. Zeit ist eine zu erarbeitende Kategorie - jedenfalls solange wir von dem reden was uns al Menschen gegeben ist. Zeit zerfällt damit in ideale Zeit und mythische Zeit - Zukunft und Vergangenheit. Zeit ist damit eine art Referenzrahmen subjekt-kausaler Ableitungen; der Zeithorizont wird also ebenso wie alle anderen Vorstellungen zu einer Frage des Überlebens, der Anpassung, der Wirksamkeit; final der Nützlichkeit.

§3.14Zeitmacht; DeltaT/IQ; Einfluss auf den Wandel in den Vorstellungen und der Wirklichkeit

Der Blick hat eine gewisse Ordnungskraft Kraft, wir nennen diese Ordungskraft "Intellekt"; der Intellekt ist über den Blick verstreut -> er ist Treiber des intellegiblen Teils der immanenten Protogense. Wenn sich von Moment zu Moment viel Wirklichkeit ändert und stets neue Objekte erzeugt werden, dann haben wir ein hohes Delta T -> es folgt das unser Intellekt über viele Objekte dünn gestreut ist und die Ordungsmacht leidet. Es leidet die Wirklichkeitsnähe der Objekte und allgemein damit die Qualität - unsere Zeitmacht sinkt, weil der Zeithorizont der Subjektzeit kleiner wird. Entropie kann weniger antizipiert werden und die Proaktive Natur des Blickes wird negiert. Es wechselt das Subjekt zurück in den Reaktiven Modus in dem der Blick kaum strukturiert und reflektiert wird. Der Mensch verliert seinen eigentlichen Vorteil. Mensch sein heißt daher seine Zeitmacht zu steigern.

§3.14.1Doppelrolle der Zeitmacht; Intellegible/Materiell

Wir verstehen Zeitmacht als epistemologische Zeitmacht, wenn wir später Kollektive betrachten, werden wir die zeitmacht auch als wirk-relationales Prinzip entdecken. Dies ist aber sehr leicht zu begreifen: Intellegible Zeitmacht: Interner Zeithorizont des Erkennens. Materielle Zeitmacht: Zeitlicher Wirkhorizont meiner Handlungen. Beides ist existenziell wichitg und dies leuchtet intuitiv ein, weshalb jeder Geld und Gossip liebt.

§3.15Herleitung der irreduzibilität als eigenschaft des Beobachters, nicht des beobachteten Systems

Die Irreduzibilität eines Systems entsteht nicht aus der Welt, sondern aus der Struktur des Blicks. Der Blick ist ein verkörperter Vorgang, der Wirkungen in Effekte übersetzt und aus Effekten Objekte der Vorstellung bildet. Aus dieser Struktur ergeben sich notwendige Grenzen. Wirklichkeit und Subjektgrundlage sind nicht identisch. Die Welt wirkt unabhängig; der Blick entsteht nur innerhalb einer Subjektgrundlage. Der Blick ist verkörpert. Jede Erkenntnis beruht auf einer materiellen, zeitlichen, lokalisierten Subjektgrundlage. Der Blick benötigt Effekte – also Messungen über Zeit –, um Semantik zu stabilisieren. Bedeutung entsteht nur aus wiederholten, zeitlich geglätteten Effekten. Der Blick abstrahiert Objekte aus Effekten. Objekte sind Abstraktionen, nicht Abbilder der Wirklichkeit. Repräsentationen sind weniger als das Repräsentierte. Jede Abbildung verliert Struktur – dies ist eine strukturelle Notwendigkeit. Semantikträger sind dynamisch. Die Wirkungen, die Bedeutung stiften, ändern sich mit Kontext und Zeit. Völlige Kenntnis eines Systems würde erfordern: - Abschirmung des Systems von allen externen Einflüssen. - Vorweg-Anpassung aller Messungen an zukünftige Relevanzverschiebungen. - Einen nahezu perfekten Ausgangszustand, der Vollständigkeit voraussetzt. Jeder Eingriff macht die eigene Repräsentation zum Teil des Systems – und erzeugt damit einen unendlichen Regress von Selbstkorrektur. Schluss: Perfekte Beobachtung ist in der Theorie denkbar, aber praktisch unerreichbar. Perfekte Beobachtung und gleichzeitige Steuerung eines Systems ist prinzipiell unmöglich, da der Blick durch jeden Eingriff seine eigene Grundlage verändert.

§3.15.1Zukunft der Wissenschaft; Zusammenfallen von Theorie und Praxis

Wissenschaft ist die Generalisierung der Eigenschaften des Blicks – sie ist die systematische Erweiterung des Blickens. Mit der Zeit stabilisiert sich ein Effekt zu einem Objekt. Dieses Objekt ist daher immer ein Produkt zweier Faktoren: - der Wirkung auf die Subjektgrundlage - der Stabilität der Subjektgrundlage selbst Damit ist die wissenschaftliche Generalisierung begrenzt: Sie kann nur dort gelingen, wo Gleichförmigkeit der Effekte existiert und Objekte stabilisierbar sind. Aka wo ein stabiles Subjekt vorliegt. Daraus folgt: Wissenschaft im Sinne universeller Formeln erreicht eine epistemische Grenze. Jenseits davon bleibt nur kontextuelle Wissenschaft: nicht „Ökonomie“, sondern „deutsche Ökonomie des 21. Jahrhunderts“; nicht „Biologie“, sondern „Biologie dieses Organismus unter diesen Bedingungen“. Theorie und Praxis fallen zunehmend zusammen. Das abstrakte Allgemeine zieht sich zurück; die Welt erscheint als ein Mosaik lokaler, irreduzibler Wirkkomplexe. Diese Grenze ist die Heilige Wand der Komplexität: Dort endet das generalisierbare Wissen und beginnt das Kontextwissen.

§3.15.2Grenzen von AI

AI folgt denselben epistemischen Regeln wie der Blick – sie abstrahiert Effekte zu Objekten und baut daraus Weltmodelle. Daher unterliegt sie denselben Grenzen. Irreduzibilität zwingt AI stets ins Konkrete. Ohne stabile Gleichförmigkeit gibt es keine Generalisierung. Der kometenhafte AI-Fortschritt beruhte auf dem Internetkorpus, einem Datensatz, den Menschen über Jahrtausende kulturell und symbolisch stabilisiert haben. Das Internet enthält bereits vorverarbeitete Objekte, keine Echtweltdaten. Auf dem Weg zur Super-AI würde technischer Fortschritt das System selbst ständig komplexer machen. Jeder neue AI-Agent erhöht das Delta/T des Gesamtsystems, erzeugt neue Relevanzträger und verschiebt damit die Bedingungen der Beobachtung. Folgerung: AI besitzt dieselben Grenzen wie die Wissenschaft: - sie kann nur lokal generalisieren - sie kann nur in stabilisierten Korridoren wirken - sie kann keine Totalität erfassen - sie kann kein universelles Weltmodell erzeugen - 'Gott-AI' und langfristige exponetielle Selbstverbesserung ist epistemisch ausgeschlossen - AI bleibt ein Werkzeug – potenziell mächtig, aber notwendig kontextgebunden.

§4Resonieren; Wirklichkeit als Effekt tritt als Resonanz in den Blick

Das Resonieren braucht noch einen genaueren Blick, denn dieses ist dort wo Subjekt und Wirklichkeit einander treffen. Resonanz ist das In-Den-Blick-Treten, der Artefakte der Existenz.

§4.1Subjektgrundlage II als resonanzkörper, Bewusstsein

- rückbindung auf effekt, zeitlichkeit der subjekgrundlage Subjektgrundlage = jene Wirkungskette, die zum Blick führt; umfasst Körper, Kontext sowie Zukunfts- und Vergangenheitsbezüge. Resonanz ist psychophysiologische Wirkung – die Subjektgrundlage ist der Resonanzkörper. Bewusstsein = Wirkung, kein Sein; intelligible Wirkung, die nur beim Subjekt erscheint. Der Blick ist nicht in der eigenen Welt auffindbar; er kennt seine Identität nicht direkt, sondern nur Rückeffekte → Selbstbild als resonanzvermittelte Konstruktion. Psychose = Entkopplung der Resonanz von der Wirklichkeit. Zeitlichkeit: Resonanz trägt vergangene Objekte in den momentanen Blick hinein.

§4.2Resonanz als Objekt StärkenVerschiebung; Verblassen; Erstarken

Resonanz = Rückbindung der Vorstellung auf den Vorstellenden; innere Nachwirkung eines Effekts. Resonanz ist keine Eigenschaft eines Objekts, sondern dessen Konstitutionsweise – wie es wirkt und als eigener Effekt auftritt. Resonanz erzeugt Wertung: starke Objekte ziehen den Blick, schwache verblassen → Objekt-Stärkenverschiebung. Konkurrenz der Resonanzen: verschiedene Objekte kämpfen um Blickausrichtung. Resonanz als Nachhall, der Objekthaftigkeit erzeugt und prüfbar macht; einziger nicht-metaphysischer Kontakt zur Wirklichkeit. Zeitliche Struktur: Resonanz benötigt einen vorherigen Blick und wirkt in die Zukunft hinein. Resonanzverfall = Verblassen; Resonanzsteigerung = Erstarken.

§4.2.1Fühlbares; Körperliche Eindrücke; Emotionen

körperliche Resonanz (Angst, Liebe, Ekel, Unbehagen usw.).

§4.2.2Greifbares; Zugrifflichkeit der 'physischen' Welt

physische Wirkung; Nähe, physische Präsenz.

§4.2.3Sichtbares; Verhältnis das als eigenes Objekt vorgestellt wird

visuelle Resonanz; Zeigbarkeit. "Der Garten" ist nicht fühlbar oder greifbar, aber er ist sichtbar. -> hier machen manche den fehler zu sagen der garten sei eine soziale konnvention - das ist nicht falsch, aber epietmologisch ist er garten eben unmittelbar zeigbar - selbst wenn natürlich der Kultos den Garten durch Besitzverhältnisse erwirkt.

§4.2.4Erinnerliches; Antizipierte Wirkähnlichkeit

Resonanz über Zeit; Erfahrungswiederholung, Wiedererkennung.

§4.2.5Vertrauliches; Habituelle Resonanz - Antizipierte Wirkähnlichkeit vergangener Güte

soziale/habituelle Resonanz; Autoritäten, Gewohnheit, Gemeinschaft.

§4.2.6Denkbares; abstrakte Objekte; symbolische Resonanz

begriffliche/logische Resonanz; abstrakte Objekterfassung.

§4.3Welt II: Kausal Ordnung der Objekte

Bedeutung entsteht durch geordnete Resonanz der Objekte zu einer Kausalwelt. Die Welt wird durch modellierte Kausalität aufgebaut, basierend auf Resonanzqualität. Sinn entsteht durch Wirklichkeitsnähe der Kausalstruktur. Unbedeutung = kein Kausalbezug; Unsinn = falsche Kausalbezüge; Spuk = selbststabilisierter falscher Kausalzusammenhang. Die Welt ist dynamisch und resonanzabhängig; Objektstärke und zeitliche Ausrichtung bestimmen ihre Stabilität.

Refs: §5.6.2.1
§4.3.1Kausalität; Produkt der Ordnung von Objekten der Vortstellung der Zeit

Kausalität ist ein Produkt der Resonanzordnung; kein Merkmal der Wirklichkeit selbst. Kausalität entsteht durch Verknüpfung der Objekte in funktionale Weltlinien. Bedeutung = postulierte Kausalität, Sinn = wirkliche Wirklichkeitsnähe.

§4.4Bedeutung; Rückbindung der Resonanz auf die Subjektgrundlage

Bedeutung = Rückbindung der Resonanz auf die Subjektgrundlage → ein höherstufiges Objekt. Bedeutung entsteht durch Ordnung der Resonanzen zu einem Kausalmodell. Bedeutung muss nicht wirklichkeitsnah sein; sie kann vollständig unsinnig sein. Bedeutung wird nicht transportiert; Kommunikation überträgt Wirkung, nicht Bedeutung.

§4.4.1Unbedeutung; Objekte ohne Kausalbezug in der Welt des Subjekts; Inselobjekte

Unbedeutung = Objekte ohne Kausalbezug in der Welt des Subjekts. Unbedeutend ist nicht sinnlos, sondern nur irrelevant. Beispiel: reine Nonsense-Worte sind unbedeutend, nicht unsinnig.

§4.5Sinn: Wirklichkeitsnähe einer Bedeutung; gemessen an Weltstabilität und Resonanzkohärenz.

Sinn = Wirklichkeitsnähe einer Bedeutung; gemessen an Weltstabilität und Resonanzkohärenz. Sinn ist subjektgebunden, nicht universell. Universelle Sinnfragen sind sinnlos; Sinn kann nur relativ zu Subjekten bestehen. „Wahrheit“ ist im philosophischen Sinne Spuk; eigentlich geht es stets um Wirklichkeitsnähe.

§4.5.1Unsinn; Kausalität stimmt nicht mit der Wirklichkeit überein; erzeugt instabile Welt.

Unsinn = Kausalität stimmt nicht mit der Wirklichkeit überein; erzeugt instabile Welt.

§4.5.1.1Slop; automatisierter Unsinn mit Durchsatzfunktion.

automatisierter Unsinn mit Durchsatzfunktion. > slop produktion? > slop durch ai > slop insgesamt > slop war im liberalismus schon angelegt

§4.5.1.2Irrtum; Unsinn, der nicht als solcher erkannt und in die Welt eingebaut wird.

Unsinn, der nicht als solcher erkannt und in die Welt eingebaut wird. > dort wo man mit kausalität scheitert oder wo resonanz scheitert > zwei formen des irrtums: logischer Irrtum, resonanter Irrtum > Gesunde Psyche ==> Epistemische Grundlage.

§4.6Epistemische Stabilisierung; Resonanz und Kausalität führen zu den gleichen Objekten; über Zeit

Mit der Zeit stabilisert

Refs: §5.6.2.1 §7.2
§4.6.1Logik; Intelligible Stabilisierung durch Kausalität

Logik ist Methode der Stabilisierung der Objektkonfiguration. Subjektlogik = Logik nach der Resonanzprüfung; Logik steht unter Resonanzkontrolle. Stabilität entsteht durch hochqualitative Objekte, nicht durch formale Logik. Logik ist funktional, nicht grundlegend. Subjektlogik = funktionale Logik zur Ordnung der Objekte innerhalb der Welt. Logik nur sinnvoll, wenn sie auf Objekten hoher Resonanzqualität basiert. Logik ist abhängig von identitätsähnlichen Subjekten (Synchronisation). Logik als Werkzeug gegen Spuk; kein Fundament, sondern sekundäre Funktion.

§4.6.2Spuk: selbst stabilisierter Unsinn

Spuk = sinnloser Kausalzusammenhang, der sich durch Essenzsetzung gegen Korrektur immunisiert. Spuk spaltet den Blick → „Gespenstersehen“. Spuk führt zu Handlungen gegen die Subjektgrundlage (moralische Gefährlichkeit). Spuk = Unsinn + Selbststabilisierung. > Wie stabilisiert sich spuk? > Insel der Logik > es bruacht meistens eine psychopathologie als grenzstabilisator der logik insel

§4.7Erleuchtet Existieren

Man sagt gerne: "Ich bin nicht meine Gedanken." Das ist aber falsch, denn Du bist sehr wohl dein Blick, und dieser ist der Konsitutionsprozess deiner Gedanken, die wiederum deine ganze Welt sind. Was man meint, wenn man das sagt, ist dass die eigenen Gedanken nicht die Wirklichkeit sind, sondern etwas abgeleitetes - und das daraus folgt, dass wenn man auch wenig 'Macht' über die Wirklichkeit hat, man jedoch sehr viele Macht über die Blickrichtung hat. Sozusagen über das was man in den 'Blick' 'hineinlässt'. Moderne Esotherik ist ein Missverständnis das auf zu wenig Bildung zurück zu führen ist, aber das in die richtige Richtung unterwegs ist. Sie muss nur begreifen: Keiner hat Wirklichkeit, auch nicht der erleuchtete Meister. Was Meister und Dumbo unterscheidet ist letztlich nur die Qualität der Objekte der Vorstellung, sowie die Wirklichkeitsnähe ihrer Anordnung, Weltausfüllung und Stärke.

Appendix (1)
§4.7.F.1Unbildung der Moderne
§4.8Ästheik; Attraktion als Resonanz des Protogenese

> Attraktion ist resonanz der Protogenese > dann nennt man es Ähstetisch > beispiele der ähstetik

§5Leben; Entropieaufschub

Ziel dieses Kapitels ist ein Verständnis für Leben als Entropieaufschub und die damit einhergehenden kausalen Folgen.

§5.1Leben I: ‘für uns das was blicken ermöglicht’, das ist der link (dasein)

Leben ist die Bedingung, die eine Subjektgrundlage stabilisiert, sodass ein Blick überhaupt entstehen kann. Das Subjekt ist „blickendes Leben“ – Leben erzeugt den Blick. Leben ist ein rückgekoppelter Wirkprozess, der seine eigene Wirklichkeit stabilisiert. Dasein ist der Zustand der Identitätsobjekte im Blick. Leben I = die ontologische Möglichkeit des Blicks.

Refs: §3.4
§5.1.1Tod I: für uns “nicht blicken”

Tod = Verlust des Blicks (Seelen-Tod). Verlust der Identität = Leiblicher Tod. Blicken ist nicht an den Sehsinn gebunden → Tod = Ende des Bewusstwerdens, nicht Ende sensorischer Spezialformen.

§5.2Leben II: Leben als stoffwechsel (dawerden); Ressourcen nötig

Leben ist ein stofflicher Wirkungsprozess, der lokal Entropie aufschiebt. Komplexität und Lebensprozesse benötigen Energiezufuhr, die immer Entropie anderswo erzeugt. Dawerden = Wirkung, die das Seiende nach vorne drückt; Wachstum, Prozessualität. Ressourcenknappheit erzeugt den Verdrängungsgegensatz: Leben konkurriert um Entropie-Reduktion.

§5.2.1Tod II: als Ende von Leben II

Ende des stofflichen Wirkprozesses → Ende der Fähigkeit zur Entropiereduktion. Der Körper zerfällt; keine Selbstorganisation mehr.

Refs: §6.11
§5.3Leben III: Leben integriert: Dasein, Dawerden, Dableiben

Leben in seiner Gänze ist für das Lebende die Einheit aus: Dasein (Blick + momentane Identität), Dawerden (Fortgang, Entwicklung), Dableiben (Selbst-Stabilisierung, Wille zur Macht). Leben ist also eine integrative, zeitliche Kontinuität von Stabilisieren und Interagieren - und im Falle des Subjekts: Blicken, Handeln und be-handelt werden.

§5.3.1Tod III: Entropie

Entropie ist die Wirkung, die die Subjektgrundlage abträgt. Entropie ist Auflösung der Identität. Bei maximaler Entropie: vollständiger Verlust von Kontinuität → Tod.

§5.4Spannung: Alles steht in Spannung, denn alle beweglichen Verhältnisse müssen für das Leben balanciert werden.

Leben ist immer spannungsbasiert: zwischen Integration und Expansion, Ressourcenmangel, Umwelteinflüssen, Konkurrenz. Spannung ist kein Defizit, sondern Grundlage von Entwicklung.

§5.4.1Entropische Stabilisierung : Matrität/virilität als prozess der entropie bekämpfung

Entropische Stabilisierung : Spannungen aufrecht erhalten durch “Wechselspiel” der Spannungen Matrität = Integration, innere Entropiereduktion der Subjektgrundlage. Virilität = Expansion, äußere Entropiereduktion durch Ausweitung der Struktur. Beide sind Ordnungsprinzipien, keine Geschlechter. Leben entsteht im dynamischen Gleichgewicht ihrer Spannung. Stabilisierung heißt: die Spannungen auszubalancieren, nicht sie zu beseitigen. Kontinuität entsteht nur durch fortlaufendes aktives Stabilisieren. Jedes Gleichgewicht ist temporär. -> Für alle Systeme

§5.4.2Entropische stabilität: Gesundheit; Rekursiv stabilisierte Spannung

Gesundheit = Zustand stabil gehaltener Entropie in der Subjektgrundlage. Hohe Änderungsraten in der Wirklichkeit (Delta-Zustand) destabilisieren das Leben. Der Mensch senkt Entropie gut, hält sie aber schlecht niedrig – Systeme beschleunigen sich selbst.

§5.4.3Identität: das Stabilisierende in der Subjekt-Grundlage über Zeit, die Kontinuität die in der Subjekt-Grundlage stabilisiert

Identität = das stabilisierte Selbst über Zeit hinweg. Identität ist die Stabilitätszone der Subjektgrundlage; außerhalb dieser Zone bricht Resonanz und Sinn zusammen. Identität ist ein Brückenprinzip zwischen Sein (ist) und Sollen (muss bleiben). -> Sie ist existenziell, aber wir haben sie nicht ‘direkt’

§5.5Zyklik des Lebens als Folge der Thermodynamisch beschreibbare Wirklichkeit

Leben folgt einem Zyklus, der letztlich aus dem zweiten Gesetzt der Thermodynamik resultiert: -> Entropie nimmt immer weiter zu So ist es nicht möglich einen Fortschritt über dem realtiven Lebens-Zyklus-Fortschritt eines bestimmten Lebenden zu be-deuten. Fortschritt ist eine selbstreferentielle Blickrichtung, eine Be-Deutung früher Zyklus-Abschnitte: besonders Albedo, Citrinitas und Rubedo. Doch nach dem Rubedo des Lebenszyklus wird 'Fortschritt' von einer Entropiesenkung durch virilität und matrität höchster Funktion zu einem Verteidigungskampf im inneren und äußeren. Sprechen wir einer Etwicklung außer unseres Über-Daseins Fortschritt zu, dann maßen wir uns an diese ganze Erde als Geltungsbereich unseres Über-Daseins zu sehen. Im Über-Kollktiven Fortschrittsglauben wird man zum Astrologen des Schicksals - eine Anmaßung, denn man kann das Wirkding nicht be-deuten. Fortschritt ist also ab dem Rubedo ein Spuk der den Untergang ins Nigrido beschleunigt - im Fortschritt steckt also der Azoth, jene Wirkung die den Zyklus wieder ins Nichts drückt.

Appendix (1)
§5.5.F.1
§5.5.1Nigredo Auggelöst sein; Ende einer Form; Chaos; Potenzial im Zerfall.

Zustand von Formlosigkeit ohne lebendigen Kern. Aber es ist für einen anderen Kern durchaus Potenzial im Nigirido andererer Zyklen. Ein Beispiel wäre Erdöl: das totale Nigrido der Dinosaurier, aber für uns hat es hohes Potenzial. Nigrido ist aber damit auch der Zustand vor dem man Angst hat: der Tod. Das Ende der Form und Erbform. Das Ende des Lebens. Die Auslöschung. In der Protpgenese ist die eigene Form nur Gast im Nigrido - man lasst etwas sterben, aber überspringt das Nigrido nach dem Solutio. Das Nigrido kommt als Gast vorbei um den Menschen zu erden - der Sensenmann erzählt dem Menschen auf einem Kaffee, dass er sich bemühen muss.

§5.5.2Albedo Reinigung; Klärung; Entstehung erster Struktur; Orientierung.

Im Albedo wird der Kern, den eine Arche durch das Solutio getragen hat wieder Aktiv - er expandiert aber noch nicht, sondern ordnent ich mit Blick auf die Umwelt neu. Es legt altes ab und nimmt neues auf - es lernt, es wächst, es reift hin zur Fähigkeit. Es gebirt Potenzial durch Selbstaufbau. Es ist die Kindheit - das reifen eines Kerns zu einem neuen Wesen.

§5.5.3Citrinitas Erkenntnis; Reife; Steigerung; geistige Durchdringung; Wille zur Macht.

Im Criniras wird der im albedo gereifte Kern aktiv und ergreift die Welt. Er will nun expandieren. Er will die Welt förmlich durchdringen.

§5.5.4Rubedo Vollendung; Lebendigkeit; Höhepunkt; Sättigung; Beginn der Entkernung.

Im Rubedo ist das Wesen nun ausgereift - es ist stark, mächtig, und vielvernetzt - doch diese vernetzung steigert die Entropie. Es beginnt sich zu verlieren an durch die vielen Schlachten die es schlägt. Im Rubedo ist das Imperium noch jung, aber die Kultur schon alt - die Werke sind geschaffen und werden verfeinert. Die Kinder werden erzogen; doch gibt man ihnen auch genug albedo und crinitas mit? Oder erstockt man sie im Dogma, denn im Rubedo beginnt die Gefahr des Dogmas, wenn man seine eigene Jugend vergisst.

§5.5.5Griseo Erstarrung; Struktur ohne Lebendigkeit; Verfall; Ruf zur Rückkehr ins Chaos; Erkranken.

Im Griseo übernimmt das Dogma die Führung - die eigenen Organe beginnen zu kalzifizieren - sie nehmen Entropie auf. Sie erkranken. Man muss behandelt werden - man muss Krisen ertragen, denn es gibt kaum noch frische Ideen um diese zu lösen.

§5.5.6Calcinatio – Verbrennung; Erschüttern

Verbrennen des Alten, Befreien des Wirkpotenzials. Die Krankheit im erstarrten Körper bricht aus und zersetzt. Systeme müssen ihre tote Struktur abwerfen. → Azoth entzündet die notwendige Selbstzerstörung.

§5.5.7Solutio – Lösung; Sterben; Untergehen;

Auflösung der festen Formen, um neue Aufnahme zu ermöglichen. System wird wieder Rohmaterial für Wirkung. Damit kehren wir: → zur Nigredo zurück.

§5.5.8Azoth: wesen der wirkung die den Zyklus vorantreibt

Wirkung als ‘Treiber’ von konzeptuellen Wandel. Kein lebendige System kann sich selbst und erst recht seine ganze Umwelt kontrollieren - somit ist Entropieaufschub immer nur eine temporäre Lösung. Die Antwort auf diese Unfähigkeit permanentern Entropieaufschubs ist die transzendentale Protogenese, also die Selbst-Überwindung durch Samengebung. Man lässt die alte Form sterben, aber lässt innere Organisation in eine neue Instanz fließen: Kinder, sich häuten, Startups, neue Staatsformen, etc. Diese Eigenschaft der Welt, dass nämlich Entropie niemals ganz aufgeschoben werden kann, weder bei Lebenwesen, noch bei Organisationen oder Gesllschaften nennen wir den Azoth. Das Prinzip des Weltenverschlingers.

§5.5.9Poltische Haltungen als Spiegel des Azoth Zyklus

Sieg → Tradition → Fortschritt → Reaktion → Überwindung → Sättigung → Degeneration → Suche nach neuem Zyklus. Ur-Rechts(Mittelalter) -> Traditionell(Kaiserzeit) -> Progressiv I (Aufklärung) -> 'Altrechts'(Reaktion, 2WK-Faschismus) -> Progressiv (Kommunismus, 68er) -> Konservativ(Spät-moderne) -> Neu Links (Post-moderne); Ende des alten; solutio -> Neu-Rechts (Post-Postmoderne) Es beginnt mit einem harten Sieg über den Phobos: Ur-Rechts, dann werden diese Erfolge zu Traditionen, die dann von Progressiven überworfen werden, was die Traditionellen in eine Reaktionäre Mischform aus Fortschritt und Tradition bringt (Altrechts, z.B. Faschismus), was letztlich vom reinen Progressivismus überwunden wird (Kommunismus), der dann von Konservativen gebremst,a ber nicht gestoppt wird - solange bis der Niedergang so unaushaltbar wird, dass sich Menschen auf die Suche nach einem neuen Zyklus begeben (neu-rechts). Die Konservativen sind ab Rubedo auf einer ewigen Verliererposition, denn sie werden von zwei Seiten zermürbt: 1. die vom Progressiven Kräfte die vom Ruhm des Rubedo von ihrem Sieg über die ganze Welt ü+berzeugt sind -> sie sind verspukt. 2. die neu-rechten Kräfte die im Angesichts des Nigrido das Griseo schnell überwinden wollen und daher gewillt sind das 'Alte' erstarrte abzulegen um einen Funken in einen neuen Zyklus zu retten. Wichtig: auch die neu-rechten erretten nicht die alte Form, sondern können alleine hoffen das es einen weiteren Zyklus gibt - so wie ein Kind seine Eltern überlebt und dieses Kind nicht einfach die Fortsetzung des Lebens der Eltern ist. Die neu-rechten sind der in der Geschichte oft vergessene Vater des Ur-Rechten Helden, der dann als Gründungsmythos einer neuen Zivilisation genommen wird.

Refs: §2.4.3
Appendix (1)
§5.5.9.F.1NS
§5.5.10Arche-Komplex: Pfelege & Schutz; Eltern sein

Die Arche ist das Tragen eines Kerns von einen Alten Zyklus in einen neuen - die Arche ist letztlich verantwortliche Elternschaft.

§5.6Wirkkomplexe des Lebens

Wenn wir uns mit Leben beschäftigen, so müssen wir die Wirkungen des Lebens zu 'Ähnlichkeiten' zusammen fassen um die hochkomplexen Wirkkomplexe in vorstellbare Punkte zu bringen. Diesen Zweck erfüllt die nachfolgende Unterteilung.

Refs: §7.1 §3.6.1
§5.6.1Ethnos; Wirkkomplex blickender, handelnder Leiber

Der Ethnos ist die Menge der Subjekte und ihrer unmittelbaren Wirkung. Der Ethnos umfasst die Leiber und ihre Blicke.

Appendix (1)
§5.6.1.F.1Problem mit Menschenrechten
§5.6.2Kultos; Wirkkomplex der Übertragung zwischen Subjekten

Kultos = der kulturelle Körper eines Ethnos; stabilisierte Wirkungen, Artefakte, Handlungen, Riten. Kultos speichert und transportiert Resonanzformen über Generationen. Kultos stabilisiert Leben gegen Entropie, indem er Wiederholbarkeit und Synchronisierung ermöglicht.

§5.6.2.1Stabilisierung der Logik

Der Kultos stabilisiert erst die Logik, indem er die Irrtümer einzelner Subjekte durch Synchronisation entlarvt. Der Kultos tut Subjektübergreifend für Subjekt und Kollektiv, was das Gehirn im Subjekt lokal erreicht: Stabilisierung der inneren Ordnungsstruktur in richtung der wirklichen Kausalität. Kultos und Ethnos entwickeln sich im Menschen Synchron: sie bedingen sich wechselseitig. Streng genommen gibt es keine 'einzelnen' Menschen, so wie es Ameise oder Biene nicht einzeln 'einfach gibt'. Kultos ist der genrerative Kontext des Ethnos.

Refs: §4.6
§5.6.2.2Siechtum

Wenn Gewalt, Krankheit und Armut stabilisieren, dann befindet sich ein Kollketiv im Siechtum: Stabilisierung auf Kosten des Ethnos.

§5.6.3Materios; Wirkkomplex der Stofflichen Grundlagen

Der Materios umfasst alle Wirkungen, welche weder aus Subjekten, ihrer Haltung noch ihrer unmittelbaren Interaktion resultieren. Der Materios ist die 'stoffliche' Grundlage des Lebens. Fundamente, Brot, Strom und Stromleitungen, etc.

Appendix (1)
§5.6.3.F.1BSP
§5.6.4Phobos; Wirkfeld der Feindschaft, Angst und Degeneration; die Wirkung des Unbekannten des Unkontrollierten

Phobos = Wirkfeld der Feindschaft, Angst und Degeneration. Alles kann zum Phobos werden – Subjekte, Systeme, Umstände. Phobos trägt das Potenzial der Entropie -> also des Todes, und fordert Re-Synchronisierung oder Abwehr.

Refs: §5.1.1 §5.2.1 §5.3.1 §5.5.5 §5.5.7 §5.5.6 §6.7
§5.6.5Ethos; Wirkkomplex der gemeinsamen Haltung

Ethos = funktionale Haltung eines Ethnos im Spannungsfeld von Integration und Abgrenzung. Ethos ist kein innerer Charakter, sondern die Weise, wie eine Gemeinschaft wirkt. Ethos bestimmt Richtsinn, Handeln, Aushalten von Spannung und Stabilisierung. Der Ethos eines einzelnen Subjekts ist seine moralische Haltung.

Refs: §8.1
§5.6.6Logos; Wirkkomplex der kollkeitven Kausalitäts-Relationen
§5.6.7Chronos; Wirkkomplex des kollektiven Zeithorizonts

Der reflexive Zeithorizont; die intellegible Zückbindung der Subjektzeit auf das Subjekt und Kollektiv. Das Zeitbewusstsein.

§5.6.7.1Chronogenese

- subjektive zeit bewusst machen - subjektive zeit als Arbeitsgröße begreifen - subjektgrundlage so konfigurieren, dass zeitmacht steigt

§5.6.7.2Chronogenetisches Über-Dasein

- überdasein dass so strukturiert ist, dass es hohe zeitmacht hat

§5.6.7.3Mikro-Chronos

Bewusstsein der Subjektzeit

§5.6.7.4Meso-Chronos

Bewusstsein der Gemeinzeit.

§5.6.7.5Makro-Chronos

Zivilisationszeit.

§5.6.7.6Meta-Chronos

Bewusstsein der fremden Zeithorizonte; Bewusstsein der 'Über-Zeitlichkeit'. Kenntnis der Grenzen der eigenen Zeit-Blase. Ohne Metachronos stirbt jede Zivilisation an ihren eigenen Beschleunigungen.

§5.6.8Eros; - Wirkkomplex der immanenten und transzendentalen Protogenense

- Wirkkomplex der transzzendentalen Protogenense - ermöglichung eines neuen azoth zyklus

§5.7Stabilitätshorizonte; Stabilität von Subjektgrundlage und Blick

Wieder doppelt: - einmal als stabilität des Blicks, wiederkehrende Ordnung - einmal als stabilität der subjektgrundlage, als wirkungskontinuität

§5.8Wirkmacht/Intelligenz

- intelligenz im blick -> quelle der Zeimacht und Wirkmacht Wirkmacht ist sehr eng verbunden mit zeitmacht, denn ohne zeitmacht kann man keine wirkung planen

§5.9Tranzendentale Protogenese

- Weitergabe von Wirkähnlichkeit über den eigenen Tod hinaus – durch Kinder, Schüler, Werke, Institutionen und Mythen. - Bewusste Ausrichtung des eigenen Lebens auf den Aufbau eines Über-Daseins, das nach mir weiterwirken kann (Ethnos, Kultos, Materios, Ethos). - Heroische Bejahung des eigenen Verschwindens als Beitrag zur Verlängerung des kollektiven Zeithorizonts im Kampf gegen Entropie. -> Tranzendetaler EROS

§5.9.1Protogenetischer Kerne

Die Protogenentische Kerne eines beliebigen Lebewesens sind jene Untermengen der Wirkkomplexe die bei der transzendentalen Protogenese weiter gegeben werden. Heißt: All jenes was auch am Ende des Azoth-Zyklus noch wirkt, noch da ist, noch nicht zerstört wurde. Die Protogenentischen Kerne sind das was eine Arche transportiert von einem Zyklus zum nächsten.

§5.10Der Leitstern: Meta-chronotischer tausendhähriger protogeneese zyklus.

Langfristige technologische Zivilisation ist nur als metachronotisches, chronogenetisches Über-Dasein möglich. Alles andere endet – notwendig – in siechender Infertilität oder apokalyptischem Kollaps.

§6Interagieren; Mitsein mit anderen in einem Über-Dasein

Dieses Kapitel stellt den Übergang von Leben zu Mit-Leben dar. Also wenn Subjekt mit anderen Subjekten Über-Dasein bidlet.

§6.1Umwelt: Wirklichkeit die wir nicht sind, aber in der wir sind

Umwelt = alles, mit dem keine Synchronisierung möglich ist. Umwelt ist Gegenwelt: Wirkungen, die nicht konstruktiv zur Subjektgrundlage beitragen. Alles kann potentiell Umwelt werden: andere Subjekte, Meta-Systeme, Krankheiten, Temperaturen, Tiere, Kosten, Umstände etc. Umweltcharakter entsteht situativ durch Resonanz, Stabilität oder deren Fehlen.

§6.2Ressourcen-Zwang; Alles Leben benötig bestimmte Wirkungen zur Selbststabilisierung

Leben benötigt konstant Ressourcen, da Leben Entropieaufschub ist. Ressourcenmangel erschwert Stabilisierung der Subjektgrundlage. Ressourcenbedarf erzeugt unweigerlich Konkurrenz. Ressourcen können materiell, sozial, kulturell, kognitiv oder energetisch sein.

Refs: §5.6.3
§6.3Verdrängungsgegensatz; Begrenzte Ressourcen und geteilte Welt führen zu Verdrängung

Endliche Ressourcen → Ressourcenkonkurrenz zwischen Subjekten und Meta-Systemen. Verdrängungsgegensatz wirkt zwischen: – Subjekt vs. Subjekt – Meta-System vs. Meta-System – Subjekt vs. Umwelt Kooperation entschärft den Verdrängungsgegensatz, aber er bleibt grundlegend bestehen -> jedem kultos und ethnos wohnt ein Phobos inne

Refs: §5.6.4
§6.4Interesse: Willens relation

Interessen sind Wirkungen, die auf die Zukunft der eigenen Subjektgrundlage abzielen. Interessen treffen in Interaktion aufeinander: – Konkurrenz (Verdrängung) – Kooperation (Synchronisation) – Feindschaft (Phobos) – Meta-Systembildung Wille = ideales Objekt; jedes Interesse ist ein Blick-zukunftsbezogener Wirkfokus.

§6.4.1Wesen wird mit ‘Absicht’ gefüllt durch eine antizipation von willensobjekten, so komme ich zur ‘Subjekt-Wesen’ Relation
§6.5Interaktion

Interaktion = Wirkungsprozess, kein Bedeutungsprozess. Interaktionen erzeugen Wirkungs-Gleichklänge (Annäherung) oder Dissonanzen (Abstoßung). Interaktion findet immer in allen Resonanzmodi statt, nie nur sprachlich. Interaktion ist das Fundament für Kooperation, Konflikt und Kommunikations-Struktur.

§6.5.1Wirkspiel: interaktion über zeit, spiel weil größerer Kontext

Keine Sprachspiele, sondern Wirkspiele: Kommunikation ist nur eine Form von Wirkung. Wirkspiele sind zeitliche Interaktionsmuster, die Resonanzen, Identitäten und Kausalbezüge formen. Bedeutung entsteht nie im Senden, sondern immer im Empfänger – Kommunikation ist Wirkung, nicht Bedeutung. Jede Kommunikation ist Teil eines größeren Wirk-Zusammenhangs (Gewalt, Status, Affekt, Kultur, Erinnerung).

§6.6Kooperation; Interkation über Zeit die zu gegenseitiger Wirkähnlichkeit führt

Kooperation ist funktional, nicht moralisch: sie löst den Verdrängungsgegensatz teilweise auf. Kooperation erfordert Strukturähnlichkeit und Gleichranglichkeit der beteiligten Subjekte. Kooperation führt zur Synchronisierung → daraus entstehen Meta-Systeme. Kooperation erhöht Souveränität und Identitäts-Stabilität.

§6.6.1Kommunikation; Wirkung zur Fremdsubjekt-Manipulation

Bedeutung kann nicht übertragen werden – nur Wirkung. Keine Bedeutungsgemeinschaften, nur Wirkungsgemeinschaften (Wirkungsgleichklang). Misslingende Kommunikation erzeugt Identitätsbedrohung → Feindschaftspotenzial. Kommunikation ist eingebettet in alle Wirkungen: sozial, körperlich, kulturell, emotional, logisch. Voraussetzung für erfolgreiche Kommunikation: gemeinsame Resonanzgrundlagen (Ethnos + Kultos).

§6.6.2Liebe; Resonanzform der Kooperation

Ich erfahre das Potenzial für Kooperation als Liebe; Liebe ist die Resonanz von gemeinsamer Wirklichkeit, die in der Regel über ein gemeinsames Über-Dasein hergestellt wird. Mitbürger, Bekannter, Freund, Partner und Kind sind alle ‘Level’ der Liebe. Liebe ist somit die Resonanzform des Kultos.

§6.7Konkurrenz; Kooperative vermittelte Verdrängungskämpfe

Dort wo es Kooperation gibt, gibt es auch Konkurrenz, denn wir verstehen Kooperation als den bi-direktional regulierten Verdängungsgegensatz, der so für die beteilidigten Subjekte midigiert wird. Verdrängung wird niemals aufgehoben, aber sie kann Produktiv gemacht werden.

§6.7.1Konflikt; Scheitern der Spannungsvermittlung

Damit steht in jedem Miteinander immer und stetig die Chance des Gegeneinander.

§6.7.2Kampf: Verdängungskampf

Und dort, wo eine Gegeneinander ist, dort kommt es zum Kampf - den man als Kräfte-Messen verstehen kann.

§6.7.2.1Krieg; Modus des Verdränungskampfes ohne sichbares Potenzial auf Vermittlung durch Kooperation

Und folgt dem Kampf ein Vollzug der demonstrierenden Macht zum Schaden des Unterliegenden, spricht man von Krieg, welcher selbst den Modus der Kooperation wieder aufhebt. Jeder Kampf trägt also die Gefahr des Krieges, und damit trägt auch jede Kooperation die Gefahr des Krieges. Jeder Freund trägt das Potenzial der totalen eigenen Vernichtung.

§6.7.2.2Angst; Operativer Modus der Phobos-Konfrontation

Und weil Krieg überall lauert - so ist dem Menschen Angst ein stetiger Begleiter - Furcht ist Angst, die operativ geworden ist, aber Angst als Bewusstsein der Möglichkeit des Todes durch den Freund, den Konkurrenten, den Mitmenschen - das ist steter Begleiter. Furcht haben auch die Tiere, Angst haben nur die Menschen. So haben wir immer Angst den Feind als Freund zu interpretieren, wir haben Angst vor dem Irrtum UND wir haben Angst vor der Wahrheit. Wir finden Angst als Resonanzform der Grenze des Phobos. Die Angst zeigt uns: Unsere Welt, unsere Stabilität, unsere Freiheit, Würde und Integrität ist nicht garantiert.

§6.7.2.3Hass; Resonanzform des Phobos

Hass ist dann die Resonanzform des Phobos. Hass ist damit der Blick auf den Phobos, in dem die Handlung des Krieges greifbar wird. Die Zerstörung des Feindes als Gefühl ist Hass:ein Wirkzustand, in dem Kooperation unmöglich geworden ist. Hass ist die Vorstufe von Krieg – es ist der Moment, in dem die Zerstörung des Anderen denkbar wird.

§6.8Reziprozität; Haltung des Spannungsausgleichs zwischen Liebe und Hass in Kooperation

“Willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein” - deutsches proverb Weil Hass und Liebe dazu tendieren, sich selbst zu reproduzieren, muss eine weise Haltung eingenommen werden, die bewusst einschreitet und bei jedem Hass und bei jeder Liebe nach der Rechtfertigung fragt. Liebe und Hass sind die zwei Extreme einer Skala von Wirkähnlichkeit in und um das eigene Über-Dasein. Liebe ohne Wirklichkeitsnähe → Spuk-Liebe (Illusion) Liebe mit Wirklichkeitsnähe → tragende Liebe (stabilisierend) Hass ohne Wirklichkeitsnähe → Spuk-Hass (Illusion) Hass mit Wirklichkeitsnähe → tragender Hass(stabilisierend)

§6.8.1Interesse; Resonanz der Beziehungspotenzialität

Jedes Interesse ist letztlich Liebe: “zwischen-sein”. gerichtete Wirkungsbeteiligung (Wirkungs-Ausrichtung auf Zukunft) Es ist damit das erste Anzeichen von Beziehung – bevor Liebe oder Hass ausgebildet sind. Was auch das paradox erklärt: man liebt seinen feind in gewisser weise, weil man ihm interesse zukommen lässt und sich dadurch ihm Wirkunstechnisch annähert -> “blicke in den abgrund und er blick in dich” Liebe deinen Feind wie deinen nächsten kann dann als “Kennen deinen Feind wie deinen nächsten” verstanden werden, was soviel bedeutet: entmenschliche ihn nicht, sondern erkenne ihn und messe deinen Hass und deine Kooperationsbereitschaft um nicht in totalen Krieg zu verfallen. Man muss zwischen gewalt(potenziell gerechtfertigt) und totaler gewalt, totaler Vernichtung(spukfolge) trennen.

§6.9Metasystem; Stabilisierter Wirkkomplex der Kooperation

Meta-System = synchronisierte Wirkverknüpfung mehrerer Subjekte. Löst den inneren Verdrängungsgegensatz und richtet Energie nach außen auf Umwelt. Erscheint wie ein kollektives Wesen (Vorform des Über-Daseins). Risiko: Entkopplung → Golem (Meta-System wird selbst zur Umwelt der Subjekte).

§6.9.1Meta-stabilisierung: systemgesundheit; Autopoeiss

Meta-System benötigt ständige Synchronisation seiner Subjekte, um stabil zu bleiben. Meta-Stabilisierung umfasst: – Reduktion interner Entropie – Spannungsausgleich – Resonanzrückbindung – funktionale Koordination Autopoiesis heißt: System erhält seine Struktur durch eigene Wirkungsprozesse. Misslingt dies → Degeneration, Verspukung, operative Entkopplung (Golem).

§6.9.2Über-Dasein; Wesenserscheinung eines nicht-phobotischen Meta-Systems aus sich des Subjekts

Über-Dasein = Erscheinungsform des Meta-Systems für das Subjekt; erlebt wie ein kollektives Wesen. Spannung: Subjekt will Freiheit – Über-Dasein fordert Konformität. Beide brauchen Ressourcenzufuhr → wechselseitiger Entropiekampf. Über-Dasein strukturiert die Wahrnehmung und moralische Orientierung des Subjekts. Historische Götter sind Über-Dasein-Formen, die wirken solange sie Resonanz haben.

§6.9.3Hyper-Dasein

Das Hyper-Dasein beschreibt die theoretische Transzendenz des Über-Daseins: Es bezeichnet die perfekte, aber unwahrscheinliche Harmonie des Über-Daseins mit allen Regeln unseres Universums. Das Hyper-Dasein ist damit eine Gedankenfigur, die dem selben Zweck dient wie der Himmel, das tausendjähirige Reich oder der Welt-Kommubnismus - nur dass es eben bewusst nicht über die Regeln hinaus geht, sondern innerhalb der Weltregeln bleibt. Das Hyper-Dasein ist also die Potenzialgrenze, an der wir am klarsten sehen können, was Dasein und Über-Dasein sein könnten - diese Klarheit orientiert.

§6.10Golem; Entkopplung von Kultos und Ethnos. Funktion ohne Resonanz; Selbstreferentielle Strukturproduktion ohne omnetischen Blick.

Golem Der Golem ist ein autopoietischer Funktionskörper, der aufgrund von funktionaler Differenzierung der Resonanz basierten Rückbindung auf die Wirklichkeit entwachsen ist. Die Entropie treibt jede inhärente Repräsentation jedes System immer von der Wirklichkeit weg - daher benötigt es stetige Korrektur, welche nur von zeitlich stabilisierten Blick-Trägern (Menschen) erfolgen kann in denen viele in einen verkörperten Blick zusammenfallen. Doch hoch spezialisierte Systeme vereinnahmen Menschen, so dass diese Menschen im Sinne der Institution erzogen werden - sie werden derart mit dem System harmonisiert, dass sie externe Widersprüche intuitive abblocken: Die Repräsentation der systemischen Eigenlogik stabilisiert sich im Experten zu Spuk. Wir erkennen: Der Golem ist die weltlich-manifeste Form von Spuk. Und weil der Golem nicht durch Resonanz an die Wirklichkeit rückgebunden ist, entwickelt er keine protogenetische Fähigkeit - dies unterscheidet die Maschine von Leben: Sie frisst die Ressourcen einfach so lange, bis der strom der Ressourcen versiegt. Die Unfähigkeit sich zur Wirklichkeit hin zu korrigieren, ermöglicht keine Kenntnis der eigenen Grenzen und damit auch keine Kenntnis dessen, was an der eigenen Form weiterzugeben, und dessen, was zu überwinden ist. Jeder Golem ist daher tot - aber er verschlingt, bis er versiegt. Der Ursprung, warum der Mensch solche hoch differenzierten Systeme überhaupt erzeugt, ist die Hoffnung auf Entlastung. Sie entstehen in Zeiten hoher Energieverfügbarkeit. Der Mensch verspricht sich also einen technischen Mitträger zu konstruieren - es ist eine Mischung aus Neugier, persönlichen Status Antrieb, Gemütlichkeit und intellektueller Hybris. Der künstliche Weltenträger als Maschine ist Mephisto - der Antichrist: Ein Heilsversprechen, das die Seele der Gemeinschaft und der einzelnen Menschen frisst. Entfremdung ist der Begriff für den Zustand eines Menschen gegenüber dem Golem; sie ist eine der Menschheit neue Resonanzform auf die systemische Willkür der Moderne. Ein Golem kann nicht bekämpft werden, wie man einen ‘Feind’ bekämpfen kann, denn man kann den Golem nicht ‘töten’. Der Golem ist besser als eine kontinuierliche, menschengemachte Katastrophe zu verstehen. Der Golem selbst kann nur ‘trocken gelegt’ werden: das heißt, er verebbt, wenn man ihm den Energiezufluss abschneidet. Dieser Eneergiezufluss kann unterschiedlich sein: rechtlich, demografisch, finanziell, symbolisch, elektronisch, emotional, etc. Besonders relevant ist aber die Identifikation von Spuk, denn es sind immer Menschen, die diese Ressourcen zur Verfügung stellen (manchmal stellen sie sich selbst zur Verfügung) und es ist immer Spuk, der diese Menschen dazu bringt. Die großen Kriege des letzten Jahrhunderts und das große Siechtum dieses Jahrhunderts sind sehr leicht zu verstehen, wenn man die Denkfigur des Golems bemüht: Erstens: Der Golem trat das erste mal wirklich im ersten Weltkrieg in die Erscheinung, als er den Krieg un-resonant machte. Der Resonanzverlust des Krieges durch die Kombination von Maschinengewehr und Massenartellerie zerstörte die Seele Europas nachhaltig, da der europäische Mensch damit die Säule seiner Souveränität verlor: die Ehre des Krieges (bis zu den Germanen zurück war ein Frei wer Waffenbruder war - Kriegstauglichkeit war Basis der Gesellschaftsordnung). Nach dem Ersten Weltkrieg traten dann die drei großen Ideologien auf den Plan: Kommunismus, Faschismus und Liberalismus. Der Faschismus versuchte den Golem in zwei zu spalten: Den lokalen Golem komplett zu übernehmen und mit dem Volk zu verschmelzen - weswegen die Nazis so sehr auf Resonanz setzen: Symbolik, Marschieren, Singen, Gleichschalten. Und der restliche Golem wurde zum Feind erklärt und im internationalen Judentum begründet - dieser Sündenbock musste sein, da der Golem ja in Wirklichkeit gar kein Volk und damit keine militärische ‘Angriffsfläche’ hatte. Das verschmelzen des eigenen Volkes mit dem Golem hat aber nicht den Golem im dritten Reich zu einem Vasallen des Vlies gemacht, sondern zu einer null-toleranz Expansions-Eigenlogik geführt, die ohne Rücksicht auf menschliche Verluste (im eigenen Volk und in fremden Völkern) umgesetzt wurde. Der Faschismus starb also wie ein Golem: Als die Ressourcen verbraucht waren, versiegte er. Der Kommunismus wollte den Welt-Golem steuern lernen - ebenso verloren die kommunistisch regierten Völker die Resonanzfähigkeit mit ihren eigenen Bürgern und Millionenfache Tötung wurde denkbar und in der kommunistischen Eigenlogik notwendig. Auch der Kommunismus versiegte, als die Menschen, die den Golem steuern wollten, sich von ihm entfremdet fühlten und erst recht jene, die von ihm gesteuert wurden. Der Kommunismus machte die Arbeiter zu dem, was er im Kapitalismus als Schreckgespenst aufgebaut hatte. So scheiterte der Versuch, den Golem in den Dienst eines Welt-Kollektivs zu stellen. Der Liberalismus hat sich dem Golem hingegeben und die Entfremdung der Menschen durch den Spuk des ‘Fortschritts’ verdeckt und künstliche Resonanz durch Konsum geschaffen. Der Liberalismus ist also der Versuch einfach mit dem Golem zu leben - doch jetzt in der Moderne, wo alle westlichen Völker ihrem demografischen Ende entgegen gehen und die neuen Generationen entfremdet von allen menschlichen Grundresonanzen (Mythos, Ethnos, Beziehungen, Familie, Gemeinschaft) als reine individualisierte Zahlengrößen von Produktion und Konsum siechen, versiegt auch der Liberalismus. Das was Curtis Yarvin die Kathedrale nennt ist der akademisch-publizistische Funktionskomplex des Golems - die Kathedrale ist aber stabilisiert durch den Finanzmarkt, dieser durch Silicon Valley und dieses durch die akademisch-publizistische Kathedrale. Dieser Golem reproduziert sich durch das, was Nick Land ‘Techno-Kapital’ nennt: Techno meint Wissenschaft und Kapital meint durch politische Systeme zu ökonomischen Einheiten stabilisierte Bevölkerungen und fossile Ressourcen. Es gibt in der Modernen Welt im wesentlichen zwei politische Systeme: Extraktive Demokratien und Extraktive Autokratien, Autokratie ist dort wo wenig ökonomisches Potenzial in der Bevölkerung liegt, aber dafür im Boden und Demokratie ist dort wo viel ökonomisches Potenzial in der Bevölkerung liebt, aber wenig im Boden. Beide Systeme sind entfremdende Extraktionsmaschinen, die die Bereitstellung von Ressourcen für den Golem zur Wirkung haben. Marx sagt es geht um die Mittel der Produktion, aber es geht im Kapitalismus um die Stabilisierung der Extraktion im Schatten keiner ‘Klasse’ von ‘Menschen’ die man ‘entmachten’(ins Genick schießen) muss, sondern es geht um die stabilisierung von Extraktion für ein autopoietisches, Resonanz-entkopelltes System. Einziger Ausweg ist das Trockenlegen des globalen Golems, indem man diese Extraktion, wo es nur geht, unterbindet - solange wir als Menschheit dies nicht schaffen, sind es nicht die, die unser Schicksal in der Hand haben. Auch Wokeness und die Idee der Grenzen-Freien Gesellschaft basiert auf dieser Golem-Logik: Es geht darum die westlichen Demokratien so zu konfigurieren, dass die verbrauchten (weißen) Völker durch neuen Influx noch nicht techno-kapitalistisch verbrauchter Völker zu ersetzen. Wokeness ist ein Supressum der organischen Abwehrhaltung gegen Selbstauflösung. NGOS stabilisieren die Wokeness und globale Finanzflüsse stabilisieren NGOS. Auch die meisten psychischen Probleme, die nicht Krankheiten im Sinne physiologischer Fehlfunktionen des Nervensystems und seiner Balance sind, sind Manifestation von Spuk - also kleine Mikro-Golems.

§6.11Degeneration & Degeneration

Im folgenden die Degeneration und Generation der Wirkkomplexe. Degeneration und Generation sind aus sicht des Ethos, und damit der Kollektiv-Konstituierenden Subjekte bezeichnet. Die Degeneration der Wirkkomplexe meines Feind im Phobos, kann für mich selbst eine Generation sein. Aus dieser Dynamik her ist auch jede 'finale Lösung' poltischer Probleme abzulehnen, denn diese bedeutet die vollkommene Auslöschung allen Phobos - was wiederum einen neuen Phobos zum Ergebnis hat, usf.

Appendix (1)
§6.11.F.1
§6.11.1Degeneration von Ethnos: Schwäche

Degeneration des Ethnos = Zerfall der leiblichen Grundlage eines Meta-Systems. Betrifft Körper, Gesundheit, Demografie, basale Lebenspraxis und grundständige Erfahrung. Verminderte körperliche und psychische Robustheit. Demografischer Rückgang, Alterung, Instabilität der Familienstruktur. Verlust gemeinsamer Gewohnheiten, Praktiken und Körpernähe. Entkoppelung des Lebens vom konkreten Ort (Mobile, digitale Existenz). Gemeinsame Körper-Resonanz schwindet; Vertrautheit sinkt. Furcht nimmt zu, Vertrauen nimmt ab. Subjekte werden abstrakt, nicht greifbar, austauschbar. Intergenerationale Wirkung (Tradition + Erfahrung) reißt ab. Ethnos wird instabil → Kultos muss kompensieren → Kultos degeneriert. Resonanzfähigkeit der Subjekte sinkt → Identität verliert Substanz. Meta-System verliert seine Grundenergie und bricht schließlich zusammen.

Appendix (1)
§6.11.1.F.1
§6.11.1.1Umkehrung

Um die Degeneration des Ethnos aufzuhalten muss man: - Gesundheit priorisieren - Nähe zur Natur suchen - Grenzen ziehen um Entropie zu stoppen - Beziehungen pflegen - eine nach innen gerichtete Moral pflegen

§6.11.2Degeneration von Kultos: Primitivität

Degeneration des Kultos = Verlust der Synchronisationskraft eines Meta-Systems. Nicht Entkopplung, sondern Erosion: Kultos fällt in sich zusammen, statt autonom zu werden. Traditionsabriss; Verlust gemeinsamer Rituale, Bedeutungen und Verhaltensnormen. Bedeutungsinflation: alles gleich gültig → nichts bedeutend. Fragmentierung des kulturellen Raumes in unverbundene Subkulturen. Überlastung durch Komplexität oder Vielfalt → Identitätsdiffusion. Kommunikationsstörungen; Wirkspiele misslingen. Kooperation wird schwierig, weil keine gemeinsamen Protokolle bestehen. Subjekte teilen keine gemeinsame Logik oder Problemstruktur mehr. Kultur verliert Stabilisierungskraft → Orientierungslosigkeit. Kultos kann keine gemeinsame Welt mehr erzeugen. Meta-System bleibt formal bestehen, verliert aber seine Wirkung. Kollektive Handlung wird unmöglich; Identität zerfällt.

§6.11.2.1

Um die Degeneration des Kultos aufzuhalten muss man: - Gemeinsamkeiten suchen - Symbole neu bedeuten - Traditionen wahren - andere Menschen mit Pflicht belegen (shaming)

§6.11.3Degeneration von Materios: Armut

-> Armut ist immer zentral eine Frage des Über-Daseins, nicht nur des Individuums.

§6.11.3.1Armut des Einzelnen

-> Relation innerhalb des Materios des Über-Daseins -> Beispiel: online game

§6.11.3.2

Um die Armut aufzuhalten muss man: - den Materios identifizieren - dann diesen Pflegen in wirtschaft, wissenschaft und politik

§6.11.4Degeneration von Ethos: Dekadenz

Dekadenz bedeutet einen Zustand in dem der kollektive Blick nicht mehr moralisch ist, sondern die kollektive Degeneration durch einen Blick von dieser weg implizit bejaht wird.

§6.11.4.1

Um die Dekadenz zu bekämpfen muss man: - wahrhaftig sprechen - entspuken, denn Dekandez braucht Spuk - wirklichketskonfrontation in sich und anderen erzwingen -> es gibt kein Recht auf Dekadenz

§6.11.5Degeneration der anderen ist immer Generation des Phobos und anders herum

Der Phobos wird automatisch größer, wenn die Gemeinschaft degeneriert.

§6.11.5.1Umkehrung

Wenn man den Phobos identifiziert und gegen diesen etwas tut, das heißt zu 80% diesen zu verstehnen, dann läuft man gut. Weiß man nicht was man tun soll, so frage man wovor man Angst hat - und dann frage man sich nach den wirklichen Gründen -> so wird man die Degenration von Ethnos, Kultos, Materios und Ethos entdecken.

Refs: §7
§6.12Zeitlichkeit des Kollektivs: Blick auf das Über-Dasein

Meta-Systeme besitzen eine eigene Zeitlichkeit, die Generationen überdauert. Kollektive Zeitlichkeit entsteht durch Tradition, Institutionen, Kultur und Mythen. Der kollektive Blick wirkt als: – Erinnerungs-Horizont (Vergangenheit) – Ordnungs-Horizont (Gegenwart) – Projektions-Horizont (Zukunft) Subjekte blicken durch Ethnos, Kultos und Phobos in die Zeit ihres Kollektivs. Diese Zeitlichkeit definiert Stabilität, Erwartung, Identität und moralische Rahmung.

§6.12.1Zeitmacht und Überdasein

Da das Überdasein organisch ist, hat es die selben zwei Subjektzeit-Funktionen wie das Subjekt.

§6.13Epistemische Rückbindung des Meta-Systems auf das Subjekt

die Welt ist Ethno-Kulturell geordnet seines Ethnos und die symbolische Ordnung seines Kultos erfassen kann. Ethnos bestimmt, welche Wirkungen resonant werden – also welche Weltaspekte überhaupt ins Denken eintreten können. Kultos bestimmt, welche Begriffe, Formen und Kategorien zur Verfügung stehen, um diese Resonanzen zu ordnen. Denken ist daher nie „neutral“ oder „objektiv“, sondern die Fortsetzung des Ethnos und Kultos im Blick. Das Meta-System denkt sich selbst in derselben Weise: als ein „Wir“, dessen Form aus Ethnos (Körper), Kultos (Ordnung) und Ethos (Haltung) besteht. Jedes Meta-System erzeugt eine kollektive Welt, die von seinen ethno-kulturellen Strukturen geprägt ist – seine Mythen, seine Logiken, seine Regeln. Phobos markiert die Grenze des Denkens: alles, was nicht synchronisiert ist, erscheint als Bedrohung, Chaos oder „das Unverstehbare“. Ethos bestimmt die Haltung, mit der das Subjekt und das Meta-System die Welt deuten – defensiv, heroisch, harmonisch oder entfremdet. Die Welt eines Subjekts ist daher immer die ethno-kulturelle Interpretation des Meta-Systems, in dem es steht: Denken ist die interne Fortsetzung des Wirkspiels. So entsteht der Gesamtzusammenhang von §5: Interaktion → Meta-System → Rückbindung → Ethnos/Kultos/Phobos/Ethos → Denken und Weltbild.

§7Analysieren; System als kausal-symbolisches Werkzeug der Erkenntnis

Die vorangegangenen Kapitel haben den Blick, die Resonanz, das Leben und die Interaktion beschrieben – aber stets aus der Perspektive des erlebenden Subjekts. Nun wechseln wir den Modus: Wir betrachten Systeme von außen, obwohl wir wissen, dass dieses "Außen" selbst eine Blickposition ist. Die Systemanalyse ist kein neutrales Werkzeug, sondern eine besondere Form des Blickens – eine, die Distanz simuliert, um Ordnung zu erkennen. Diese Distanz ist immer künstlich; sie muss immer wieder auf die eigene Subjektgrundlage rückbezogen werden. Systemanalyse ohne Selbstreflexion wird zum Spuk. Ziel ist ein “mentales Werkzeug” für die Arbeit mit und in Systemen. Wir haben bisher Subjekt, Blick, Welt, Meta-System, Ethnos/Kultos/... eingeführt. Jetzt wird daraus ein Werkzeug, mit dem der Leser: Firmen, Staaten, Szenen, digitale Plattformen, Beziehungen, sich selbst etc. als Systeme lesen kann.

§7.1System-Semantik als epistemisches Werkzeug; Allgemeingültigkeit der System-Semantik

Es ist zu sagen, dass die Systemanalyse allgemeingültig ist, in dem Sinne, dass sie eine generische Schablone bietet, die man über beliebige Wirkprozesse legen kann. Sie ist eine abstrakte Formalsprache, mit der man seine Welt der Vorstellung strukturieren kann. Wir werden nun die System-Semantik ausbauen, die der Leser als eine Schablone diverser Wirkungszusammenhänge nutzen kann. So können wir den Körper, die Gesellschaft, eine Firma und eine Software jeweils als System ‘erschauen’. Doch vorsicht: ‘System’ bleibt Modus einer analytischen Anschauung; Menschen, Firmen, Gesellschaften, usf. SIND keine Systeme, sondern sie sind nur Wirkkomplexe, aus denen man unendlich Objekte der Vorstellung entnehmen kann.

§7.2Evolugenese

der Autopoiese geht eine Phase der Fremdgenese vorraus -> diese kann 1. durch einen akteur geschehen: (ein programmierer, ein architekt ) 2. durch ein Meta-System(über-dasein/golem) (unternehmen stellt neue abteilung auf) 3. durch einen ungeordneten chaos prozess (planetenbildung, erste lebewesen in ursuppe) Erst nach der Evolugenese beginnt die Evolution; der äußere treiber ist der Verdrängungsgegensatz, der innere treiber ist die autopoesis

Refs: §3.8
§7.2.1Evolugenese statt Synthese

-> Hegels Synthese in Protogenese und transzenndetale Protogenese aufgespalten.

§7.3Grenzbildung

Die Grenze trennt Wirkungen der Umwelt und Innenwelt um Entropie-Aufschub zu erwirken. Grenze als funktion/prozess: grenze sowas wie "gerichtete gegenwirkung" -> eine wirkung die ein innen von eineme grrößeren äußeren abtrennt, also so eine entgegenwirkende oberfläche bildet, und sie wird von dm innen reproduziert und von außen erodiert

§7.4Funktionsdifferenzierung

(Abstraktion als Systemfunktion der Komplexitättsbewältigung) Komplexität: Wirkungsüberlagerung Komplexität muss immer relativ zu etwas das sich zu stabilisieren sucht gedacht werden, weshalb es nach kontrolle sucht, was wirk-ähnlichkeit vorausgesetzt: komplexität ist wirk-unähnlichkeit Es gibt im Grunde zwei Wege Funktionsdifferenzierung zu betreiben: 1. Als Werkzeug -> Werkzeugliste für souveräne Menschen 2. Als Automatisierung -> Golemproduktion, Mephisto

§7.5Adapter

Der Adapter ist das System-Element, das Umweltwirkungen in systemverträgliche Wirkungen übersetzt. Er ist der "Stoffwechsel" des Systems - in dem Außenwirkung und Innenwirkung ausgetauscht werden. Adapter können Der Adapter filtert, transformiert und kanalisiert. Beispiele: Die Haut als Adapter zwischen Körper und Außenwelt; die Sprache als Adapter zwischen Subjekten; das Ritual als Adapter zwischen Gegenwart und Vergangenheit (Mythos); Protonenpumpen als Adapter zwischen Zelle und Zellmedium. Matrität und Virilität (§4) erscheinen hier als jeweilige Wirkrichtung des Adapters: Integration nach innen (matrital) vs. Expansion nach außen (viril). Aufgabe der Adapter ist die Stabilisierung zu ermöglichen in dem man mit der Umwelt des Systems in Interaktion bleibt.

§7.6Rekursive Autopoiesis (stabilisierende Rekursion)

Evolution -> autopoiesis über zeit, (wie oben so unten) Organelle -> rekursionfraktalen Selbstähnlichkeit Emergenz wenn organellen sich formen und ein meta system um dieses entsteht

§7.7Wirkkomplexe

wikrungs-komplexe im system anhand der kategorien “verstehbar machen”

Appendix (1)
§7.7.T.1

wandel im system anhand der kategorien “verstehbar machen” §6.8.1 Ethnos (subjektmenge, ‘Akteure’, “Wesenheit”) §6.8.2 Kultos (wirkungsrelationen) §6.8.3 Materios (wirkungs-träger) §6.8.4 Ethos (kollektive blickrichtung: wie magnet mit eisen atomen) §6.8.5 Phobos (grenze) → Grenze = Resonanzfilter. → Umwelt = nicht anschlussfähige Wirkung. → Phobos = blick auf destruktive Umweltwirkung(furcht vorm unbekanntem)

§7.7.1Ethnos

(subjektmenge, ‘Akteure’, 'Wesenheiten')

Refs: §5.6.1
§7.7.2Kultos

(wirkungsrelationen)

Refs: §5.6.2
§7.7.3Materios

(wirkungs-träger)

Refs: §5.6.3
§7.7.4Phobos

→ Grenze = Resonanzfilter. → Umwelt = nicht anschlussfähige Wirkung. → Phobos = blick auf destruktive Umweltwirkung(furcht vorm unbekanntem)

Refs: §5.6.4
§7.7.5Ethos

(kollektive blickrichtung: wie magnet mit eisen atomen) -> Reaktion auf den azoth

Refs: §5.5.8
§7.7.6Logos

Die 'Informationsverarbeitung' im System.

§7.7.7Eros

Die Protogenese-Fähigkeit, die Selbstbegrenzung. Ökoystemtabilitätsfaktor. Immannenter Eros: Sich selbst bejahend. Tranzendentaler Eros: Sich selbst in den nächsten Zyklus transzendentieren wollen -> Das Schicksal annehmen, wille zum Schiksal.

§7.7.8Chronos

Wirkkomplex des Zeitbewusstseins und der Wandel-Kontrolle.

§7.8Lebenszyklus des Systems

-> Rückgriff auf den Lebenszyklus weiter oben: Azoth zyklus aufgreifen NigredoKrise, ZusammenbruchSystemkrise, RevolutionAlbedoKlärung, erste StrukturNeuordnung, VerfassunggebungCitrinitasReife, ErkenntnisBlütezeit, ExpansionRubedoVollendung, SättigungHegemonie, ÜberdehnungGriseoErstarrung, VerfallBürokratisierung, GolemCalcinatioVerbrennungRevolution, KriegSolutioAuflösungZerfall in Subsysteme

§7.9System ist ein Wirkungskomplex, der halb-verborgen bleibt

Doppel-Funktion der System-Elemente: Epistemisch, aber auch als Wirkung Operative Geschlossenheit als epistemische Eigenschaft Systeme sind espistemisch unzugänglich Ein System ist das, was WIRKUNG selektiv resonant werden lässt.-> operative geschlossenheit -> Unser Blick funktioniert als system, aber eben als ethos eines systems, welches wir SIND und daher haben wir uns nicht als system, sondern als subjekt

§7.10Heilige Wand

Da jedes KOmplexe system halb verborgen bleibt und den Horizont eines Blicks bei weitem übersteigt, udn weil der mensch und seine logiksystejme immer in kommunikation enstehen, d.h. in interkation mit anderen subjektten sienes meta-systems, so legt jede Wissenschaft Kollekitv-geist in seine Studien Wissenschaft wird ab einer gewissen komplexität ethno-kulturelle eigen-deutung durch die unbewussste Blickrichtung, die vom meta.system geprägt ist “Wissenschaft, insbesondere Geisteswissenschaft, zeigt nur, was sie vorher schon sehen wollte.” Ab einer gewissen Komplexität erscheint ein System wie ein Wesen Die „Wand“ ist also die Grenze unserer Erkenntnis – heilig, weil sie nicht durch Logik zerstört werden kann, sondern nur respektiert und betrachtet werden kann. Sie schützt uns vor Spuk, also vor der Illusion, man habe die „wahre Essenz“ gefunden. Wer diese Grenze ignoriert, erzeugt Ideologie. Sie ist immer eingebettet in Geschichte, Sprache, kulturelle Werte, Gewohnheiten und sogar Angst & Hoffnung (Phobos). Welche Phänomene wir überhaupt „sehen“ und durch welche Begriffe wir sie „lesen“ ist abhängig von unserer ethno-kulturellen Subjektgrundlage.

§7.10.1Monotheistische Religionen

Das es mehrere monotheistische Religionen gibt ist keine Kontradiktion: Jedes Volk findet seinen eigenen Weg zur Grenze des Wirkdings, und jedes Volk braucht seine eigenen Erzählungen.

§7.11Handlung

Steuerung, Theoretische abbildung nicht vollständig möglich, weil man müsste Teil vom system sein und selbst dann bleiben einem die subjekte verborgen § Modi der “Wirkung-Gegenwirkung-Stocherei” in allen Komplexen Systemen ist einziger ‘Zugang’ System erscheint als ‘wesenheit’ Damit ist auch der Rückgriff auf die Geschichte und den Mythos erklärt Und die religion begründet Weil Systeme epistemisch unzugänglich bleiben, gibt es keine "rationale Planung" im strengen Sinn. Was bleibt, ist:

§7.11.1Rituelle Stabilisierung

Wiederholung: verstärken gleichförmiger existenter/dominanter innen wirkung umWirkungsähnlichkeit zu stärken ; Das System durch Gewohnheit halten: Wirkungsähnlichkei

§7.11.2Innovative Destabilisierung

man kann bewusst heterogene wirkungen verstärken und damit destabilisieren

§7.11.3Heroische Intervention

Man kann als einzelnes Subjekte Systemdynamiken verschieben, wenn man am richtigen Punkt maximale Resonanz erzeugen.

§7.11.4Evolutive Intervention

man kann evolution durch die bewusste schaffung von Verdrängungsgegensatzen erzwingen

§7.11.5Adaptive Intervention

man kann adapter kontrollieren

§7.11.6Gewalttätige Intervention

man kann wirkmuster bewusst durchbrechen; gerichtete entropie. Gewalt = Fremdwirkung, die die Souveränität der Subjektgrundlage untergräbt. Gewalt ist äußere Entropiesteigerung am Subjekt. Täter ist, wer absichtlich Wirkungen erzeugt, die Identität destabilisieren. Gewalt zerstört Resonanzräume → führt zu Angst, Phobos, Entfremdung. Gewalt unterscheidet sich von Umwelt-Effekten: Gewalt setzt ein anderes Subjekt als Wirkknoten voraus. Gewalt ist moralisch relevanter als Schaden: entscheidend ist die Untergrabung der Identität. Gewalt verschiebt moralische Spannung: erzwingt defensive Blickrichtung und erhöht Entropiedruck.

§7.11.6.1Kolonisierung; Stabilisierte gewalt

Kolonisierung = Verlust der Souveränität bei weiterhin vorhandenem Blick. Fremde Resonanzen strukturieren die Subjektgrundlage gegen ihren eigenen Wirkimpuls. Voraussetzung: das Subjekt KÖNNTE souverän sein, wird aber systematisch daran gehindert. Kolonisierung ist keine Frage der Ordnung, sondern der Unterdrückung von Eigenwirkung. Kolonisierte Subjekte verlieren ihre Fähigkeit, sich selbst zu konfigurieren → moralisches Unwesen. Unterschied zu Degeneration: Kolonisierung braucht andere Subjekte; Degeneration kann rein umweltbedingt sein

§7.11.7Materielle Intervention

man kann ressourcen abschneiden oder hinzufügen;

§7.11.8Ethnische Intervention

man kann einem system die subjekte entziehen oder welche hinzufügen oder sie beeinflussen

§7.11.9Kulturelle Interventionen

man kann interkationeformen zwischen dem ethnos kontrollieren, regulieren , entregulieren, Hindernisse einbauen/abbauen

§7.11.10Ethische Intervention

man kann eine vision setzen, einen ethos setzen: also den blick des Systems steuern -> charisma

§7.11.11Phobotische Intervention

man kann die grenze des Phobos steigern oder senken; mehr feind weniger feind

§7.11.11.1"Skapegaoting" ist phobotische System-Intervention
§7.11.11.2unregulierte Massenmigration wird phobotische Systemintervention
§7.11.12Logos-Intervention

Einflussnahme auf die innere Datenverarbeitung durch Daten.

§7.11.13Erotische Intervention

Einflussnahme auf die protogenetische Lust; heißt auf das Verhältnis zwischen dem Wunsch ewig zu leben, und dem Wunsch etwas neues zu Gebähren. -> steve jobs 'apple', man on the moon, tausendjähirges Reich

§8Tragen; Orientierung durch Bewertung von Wirkung

Würde durch die souveräne Haltung des tragischen Heroismus, ist das höchste Gut des Menschen.

Appendix (1)
§8.F.1
§8.1Moral als Blickrichtung

Moral ist Spannungsmanagement zwischen widersprechenden Resonanzen. Moral gilt nur relativ: für das Subjekt und sein Über-Dasein, nicht für Umwelt oder fremde Subjekte. Moral folgt dem Weg: Wirkung → Resonanz → Objekt → Subjektlogik → Identität → Moral. Drei moralische Grundsätze: Dableiben (Stärke, Souveränität) Wahrhaftigkeit (Wirklichkeitsnähe) Harmonie (Gemeinschaft, Synchronisierung) Korrektur der Moderne: nicht Freiheit–Gleichheit–Brüderlichkeit, sondern Freiheit–Gemeinschaft–Wahrhaftigkeit. Moral ist eine Blickrichtung: Bewertung des Wirkungsbezugs zur eigenen Subjektgrundlage. Blickrichtung steuert Selbstkonfiguration und Identitätsentwicklung. Jeder Blick ist spannungsbasiert: verschiedene Objekte konkurrieren um Resonanz. Freiheit des Blicks ermöglicht moralisches Abwägen zwischen Spannungen.

§8.1.1Ethik als Weisung; Reflexion der Moral

Ethik erzeugt moralische Weisungen; sie ist die methodische Reflexion der Moral. Verhältnis: Ethik ist zu Moral wie Mathematik zu Naturwissenschaft. Keine universellen moralischen Gesetze → jede Weisung ist wirkungs- und kontextabhängig. Moralische Weisung = Synchronisationsweisung hin zur Souveränität und Identitätsstabilität. Moral und Ethik hängen von Subjektgrundlage, Über-Dasein und ethno-kulturellem Kontext ab. Ethik muss die Resonanzbasis prüfen und Spuk auflösen (Wirkungshermeneutik). Ethik ist das erwirken eines Sollen aus dem Kultos - denn erst der Kultos stabilisert die Logik.

Appendix (1)
§8.1.1.F.1Erg
§8.1.2Haltung: Blickstabilisierung

-> Blicken über Zeit Moral ist nicht Regel, sondern Haltung im Blick. Haltung stabilisiert den Blick gegenüber Unsinn, Spuk, Phobos und Überlastung. Wahrhaftige Haltung = Orientierung des Blicks an Wirklichkeitsnähe. Fragende Haltung: Alles Unklare wird geprüft, alles Essenzialistische verdächtig. Die tragische Haltung („heiliges Ja“) akzeptiert die metaphysikfreie Welt.

§8.1.3Handlung

Handlung = Überführung idealer Objekte (Wille, Intention) in wirkliche Effekte. Handlung ist die operative Seite der Haltung: das, was der Blick aus sich macht. Handlung stabilisiert oder destabilisiert Identität je nach Resonanzqualität. Selbstbehauptung geschieht durch Handlung → Verbindung zu Souveränität. Handlung ist moralisch, wenn sie Identität, Souveränität und Wirklichkeitsnähe stärkt. Handlung ist unmoralisch, wenn sie Spuk verstärkt, Resonanzräume zerstört oder Entropie erhöht. Handlung ist der Punkt, an dem Subjektlogik in Weltwirkung übergeht. Keine Handlung ist neutral: jedes Tun oder Unterlassen erzeugt Resonanzverschiebung. Handlung ist der erste Ort, an dem Ethik praktische Form gewinnt.

Appendix (1)
§8.1.3.F.1be-handlung
§8.2Dableiben (Grundsatz 1)

Dableiben = Erhalt der Identität; Stabilität des Blicks über Zeit. Souveränität als Ausdruck des Dableibens: Fähigkeit, den eigenen Blick zu ordnen und zu behaupten. Wille zur Macht als idealer Ausdruck des Dableibens. Moralisch gut: Stärke der Identität; moralisch böse: Schwäche. Dableiben verbindet Sein und Sollen, weil das Subjekt als Leben immer Stabilisierung anstrebt.

§8.2.1Erstarken

Sich härten, kräftig werden, Macht anhäufen.

§8.2.2Erquicken

-> Den tierischen Ernst entspannen - den Krampf lösen, ohne zu erschlaffen. Alltagssprache dafür: Sich "was gönnen" was die eigene Identität stärkt und nicht schwächt.

§8.2.3Begrenzen

demut vor dem wirkding, vor ‘Gott’ Selbstzwang schützt vor fremdzwang

§8.3Wahrhaftigkeit (Grundsatz 2 )

Wahrhaftigkeit = ständige Rekonfiguration der Identität zur Wirklichkeit hin. Moralisch gut: Sinn (Wirklichkeitsnähe). Moralisch böse: Unsinn (Widerspruch zur Wirklichkeit). Wahrhaftigkeit verlangt die Minimierung von Spuk. Grundlage für Weisheit und intelligible Stabilisierung. Wille zur Wahrheit als idealer Ausdruck.

§8.3.1Entspuken

Spuk finden

§8.3.2Entsetzen

Spuk anprangern, haltung der “suchenden wahrhaftigkeit” Anteil an Wirklichkeitsnähe verteidigung der Sprache

§8.3.3Funktionalisieren

Keine Begriffe ‘abschaffen’ oder ‘überhöhen’, sondern die Welt logisch erklären. so dass die Logik so nah es geht an der Wirkung ist. Kritik soll also stabilisieren nicht nur niederreißen und jede Kritik ist selbst nur eine VOrstellung -> somit kann man sich dort setzen, wo man stabil und redlich ist

§8.4Harmonie (Grundsatz 3)

Harmonie = Synchronisierung des Subjekts mit dem Über-Dasein. Gemeinschaft als Ausdruck dieser Synchronisierung. Gut: Gemeinschaft; Böse: Verdrängung. Gemeinschaft ist keine Sklaverei; Kipppunkt: wenn Über-Dasein zum Feind wird (Umwelt). Harmonie schafft eine gemeinsame Welt, Sinn und Stabilität. Reziprozität.

§8.4.1Ertragen

Toleranz; liebe Toleranz ist kein Verbot zu urteilen, sondern die Fähigkeit, zu prüfen bevor man verurteilt.

§8.4.2Erfordern

Pflicht; hass

§8.4.3Balancieren

-> Reziprozität

§8.5Fruchtbarkeit; Armor fati; (Grundsatz 4) erstreben der transzendentale Protogenese

Die Behajung ist anzustreben aus gründen der Zeitmacht und aus den gründen des Meta-Sinns.

§8.6Würde

Würde = Identitätskohärenz über Zeit unter Bedingungen von Freiheit, Fähigkeit und Souveränität. Benötigt geringe Spukbelastung und hohe innere Sinnhaftigkeit. Würde hat eine individuelle und eine kollektive Dimension (Mensch + Volk). Würde entsteht durch Selbstgestaltung und Resonanzkohärenz. Würde ist das ‘Ziel’ von Moralischer Handlung.

§8.6.1Fähigkeit

Generativ-harmonisches Momentum der Subjektgrundlage und Welt.

§8.6.2Freiheit

Freiheit = Bedingungen, unter denen Souveränität möglich ist. Keine Essenz, sondern eine relationale Stabilität zwischen Dasein, Kontext, Über-Dasein, Umwelt. Freiheit ermöglicht Würde, Souveränität und Identität. Freiheit ist Voraussetzung funktionaler Moral.

§8.6.3Dienstbarkeit

Dienstbarkeit = Hingabe an das Über-Dasein, sofern es die Identität stärkt. Nicht Selbstaufgabe, sondern Teilnahme am kollektiven Resonanzraum. Liebe ist keine „Teilung“, sondern wechselseitige Wirkverschränkung durch gemeinsame Resonanz. Dienstbarkeit im positiven Sinn ist Beitrag zur Stärkung der gemeinsamen Identität.

§8.6.4Souveränität

Freiheit + Fähigkeit + Dienstbarkeit Souveränität = Fähigkeit, den eigenen Blick sinnvoll zu ordnen. Setzt Schutz der Identität voraus. Selbstbehauptung gegen Umwelt und Phobos. Souveränität existiert individuell und kollektiv (Volk/Meta-System). Verlust der Souveränität führt zu Degeneration, Spuk oder Kolonisierung.

§8.6.4.1"Politischer Souverän" ist, wer den Blick des Über-Daseins beeinflussen kann.

-> Diskurs macht ist Blickmacht ist Zeitmacht -> wer den blick kontrolliert, kontrolliert die Zeit

§8.6.4.2"Ökonomisch souverän" ist wer senien unmittelbaren Materios kontrolliert

-> priavatbesitz ist teil von würde, ebenso wie Gemeinschaftsbesitz

§8.7Tragik

Tragik erkennt man als die Klarheit, dass Würde stets nur als ein kurzer Moment aufflammt und zugleich begraben wird. Würde ist ein Leitstern, doch niemals greifbar und stets am Ende genommen. Menschliches Dasein ist grundlegend tragisch: keine Metaphysik, keine übergeordnete Rechtfertigung. Haltung zur Tragik entscheidet über moralische Qualität. „Heiliges Ja“: Bejahung der metaphysikfreien Welt als Ausdruck höchster Stärke. Ausweg: Resonanzgemeinschaft → menschliche Wärme, gemeinsames Über-Dasein. Kein Nihilismus: Nihilismus ist Unsinn, weil er einen unmöglichen Standpunkt über dem Blick verlangt. Zynismus und Ironie sind moralische Schwächeformen, da sie Wirklichkeit entwerten.

Appendix (1)
§8.7.F.1Die Tragik der Moderne
§8.7.1Sisyphos: Vergeblicher Entropie-Kampf

Sisyphos symbolisiert den endlosen Kampf gegen Entropie auf Subjektebene. Entropie bedroht ständig die Subjektgrundlage; Dableiben ist nie abgeschlossen. Tragik: Arbeit gegen den Zerfall muss unendlich wiederholt werden. Dennoch moralisch: Sisyphos als Beispiel für identitätsstärkende Haltung im Angesicht des Zerfalls.

§8.7.2Atlas: Tragen; erfolgreicher Kampf gegen die Entropie auf Meta-Ebene

Atlas symbolisiert die kollektive Tragfähigkeit eines Meta-Systems (Ethnos + Kultos). Gemeinschaft trägt Welt, wenn Synchronisierung gelingt. Atlas fällt, wenn das Über-Dasein entkernt oder degeneriert (Rubedo → Griseo). Atlas hält, wenn Harmonie + Freiheit + Souveränität + Wahrhaftigkeit im Kollektiv bestehen. Atlas ist der Gegenpol zu Sisyphos: Erfolg gegen Entropie ist möglich, aber nur kollektiv. Atlas-Handlung: Stärkung von Resonanzräumen, Traditionen, Synchronisierungen, gemeinsamer Welt.

§8.7.3Der Tragische Held; existenzieller Heroismus

Wir leiden so oft an Illusionen, von denen es nützlich war, zu vergessen, dass es Illusionen sind. Wir haben im festen Blick eine grundsätzlich inkompatible Form zur Wirklichkeit - und so heißt Leben immer sich überwinden. Wandeln ohne zu verzweifeln - leicht genug, um nicht zu brechen, doch erst genug, um sich zusammenzuhalten. Die vom Subjekt erzeugte Weltstruktur (Begriffe, Ordnung, Identität, Modelle) passt nie ganz zur Wirklichkeit, die nur als Wirkung gegeben ist. Daraus entsteht die Grundtragik des Daseins – und die Notwendigkeit der Selbstüberwindung. Daher: Leben heißt nicht „sich entfalten“ – sondern sich überarbeiten. Nicht „ich bin“ – sondern „ich werde ständig neu geformt“.

§9Operieren; Gestaltungsanweisung von Wirkkomplexen-Komplexen

Der Wirkkomplex wird in der analytischen Anschauung zum System. Der Wirkkomplex wird in der operativen Anschauung zur Organisation. Die Organisationstheorie ist damit eine Gestaltungsweisung.

§9.1Prinzip der operativen Souveränität; Werkzeugkastenträger

Die opertive Einheit erhält die Verantwortung für die Wirkung - sie darf frei wählen welches Werkzeug sie wählt, aber sie ist für die erzielte Wirkung verantwortlich. Es gibt keine bewertung von innerer Haltung oder Prozessbefolgung, sondern alleine für die erzielte Wirkung - diese ist keine Kennzahl, sondern ganzheitlich. Wenn ein Operator ein Finanzziel erreich, aber die Belegschaft demoralisiert, ist dieser Operator dafür Schuld und kann zur Verantwortung gezogen werden. Das ist dann aufgabe es Vorgesetzten. Aber es gibt kein Micromanagement und keine Verantwortungsdiffusion.

§9.1.1Keine Prozesskontrolle nötig

Das heißt es ist keine Prozesskontrolle nötig, da alleine Wirkungskontrolle durchgeführt wird. Damit ist das Optimierungsziel identisch mit dem Wunschziel: Man darf nur messen was man haben will.

§9.2Prinzip der Prozessvermeidung

Entscheident ist die absolute Anithaltung zum 'Prozess', d.h. die funktionale Ausdifferenzierung im Dienste der Automatisierung ist immer ein großer Kostenfaktor - und ein Schritt hin zum Golem. Die Alternative ist das Werkzeug - ein Wirkadapter mit minimaler Eigenlogik und maximaler unmittelbarer Resonanz und Wirkung. Das Werkzeug ist deterministisch - der gleiche Input erzeugt immer den gleichen Output. Das Werkzeug ist überschaubar - es steigert Zeitmacht durch eine klare epistemologische Struktur. Es versteckt nur irrelevante Komplexität hinter einer stets öffenbaren Klappe der Reibungsreduktion. Es trifft keine Entscheidung über das was es Versteckt - keine/kaum dynamische Logik.

§9.3Prinzip der unmittelbaren Resonanz

Alles muss unmittelbar - so unmittelbar es geht - spürbar gemacht werden. Keine 'indirektion' zwischen Wirkungs-Operator und Resonanz-Rückfütterung. Das Tickesystem wird von den Entwicklern beantwortet - nicht von Supportangestellten.

§9.4Prinzip der funktionsübergreifenden Verantwortlichkeit

Keine funktionale Ausdifferenzierung wo es sich vermeiden lässt. -> immer wenn man jemand anderen fragen, beantragen, informieren muss ist man nicht souverän und Verantwortung diffundiert. Dadurch geht die Souveränität verloren - folge ist die Golemtendenz.

§9.5Prinzip der Reziprozität

- austausch, kooperation, mögliche härte

§9.6Prinzip der Wirkungsbewertung

Es darf nur Wirkung bewertet werden, soll heißen kein Blick auf 'Essenz-Referenzen', sondern lediglich eine Wirkungsanalyse.

§9.7Prinzip der Zeitstreckung

- azoth streckung Das Ziel einer Organisation ist es die Zeitliche Hitze zu reduzieren um maximalen effektiven IQ pro delta T anwenden zu können.

§9.8Prinzip der rekursiven Ethik

Die Prinzipien der Ethik sind allesamt auf allen ebene der Organisation anzuwenden -> jede Organisation strebt nach ihnen. Rekursiv: weil Organisationen als Operativer Blick beliebeig geschachtelt gedacht werden können und müssen.

§9.8.1Föderalismus

Produktives Spannungsverhältnis von Souveränität und Koperation als Strukturprinzip. Prinzip der gegenseitigen Stabilisierung von organischen Wirkkomplexen durch fraktale Souveränität.

§9.8.1.1Ordenspluralismus

Orden haben untereinander produktive Konkurrenz um eien evolutive Spannung aufrecht zu erhalten um eine Kippen in totalitäre Strukturen zu vermeiden, ohne 'Gewaltenteilung' als funktionale Differenzierung zu denken.

§9.9Strukturelle Ebenen menschlicher Organisation

- rekursion - omnetischer Blick auf allen Ebenen: Jede (gesunde) Ebene hat einen omentischen Blick

§9.9.1Subjekt

Der einzelne Mensch ist das initiale Strukturobjekt - seine souveränität ist Grundstein und sein Verfall läst alles was auf ihn gebaut ist ebenfalls verfallen.

§9.9.2Familie

Bluts- und Schicksalsbande.

§9.9.3Dorfgemeinschaft
§9.9.3.1Kloster

Raum omnetischer Potenz und Weisheit, der für die Dorfgemeinschaft resonant zugänglich ist.

§9.9.3.2Nachbarschaft

Alltäglicher Begegnungsraum im Lokalen.

§9.9.3.3Gotteshaus

Sowas wie ein spiritueller und kollektiver Treffpunkt - in einer gesunden Dorfgemeinschaft ist das Gotteshaus funktional NICHT differenziert

§9.9.4Orden

Der Orden ist ein Zusammenschluss von Subjekten zu einem gemeinsamen Logos und Ethos - der Orden ist dabei bidirektional, was ihm von der Zweckgemeinschaft unterscheidet - er ist aber nicht alltäglich gebunden, wie die Nachbarschaft oder Familie. Der Orden ist damit das strukturelle Bindeglied zwischen dem einzelnen Menschen und dem Über-Dasein. Das Subjekt erfährt das Über-Dasein kulturell durch den Orden. Der Orden ist damit das gegenmodell zu der Funktional Ausdifferenzierten Schule, Partei, Sportverein, Universität und Bürokratischen Verwaltung. Der Orden ist damit die omnetische Struktur der kollektiven Selbstverwaltung. Konkrete sozio-kulturelle Organisationsform, in der Menschen nicht durch funktionale differenzierung von Resonanz getrennt werden, weil der Orden alle Aufgaben erfüllt über Werkzeuge, statt hoch spezialisierte Automatiiserungen. Sein Kompromiss ist weniegr Effizienz, aber dafür mehr Zeitmacht. Der Orden ist damit eine kontextinstitution. Der Orden entsteht, wo die Generalisierung endet. Der Orden ist damit die Grenzinstitution der Menschlichen Welt. Er schafft „Kontrolle“ durch „Resonanzfähigkeit“.

Refs: §6.10
Appendix (1)
§9.9.4.F.1Blödsinn in Schule, Behörde und Universität
§9.9.4.1Struktur des Ordens als folge des Endes der generalisierbaren Wissenschaft

Der Orden als eine Institution in der Forschung, Praxis, Lehren und Handeln in einer ganzheitlich blickenden (omnetischen) Institution zusammenfallen, ist durch den nahenden Zusammenbruch der Generalisierenden Wissenschaften begründet: Die Wissenschaft werden immer spezifischer, doch eben damit geht ihre Nützlichkeit aufgrund von Golembildung gegen null. Wissenschaft ist also durch die Wirkstruktur des Blicks dazu gezwungen immer mehr Ressourcen für immer engere Theoriehorizonte aufzuwenden, was durch die Entropie dazu führt das autopoetische Prozesse einsetzen, die mit der Zeit ihre Nützlichkeit erodieren. Damit wird der Orden als Institution der ganzheitlichen (heterogenen) Rückbindung der einzige Ort an dem hochspezialisierte Wissenschaftliche Forschung möglich ist.

§9.9.4.2Geschichtstheoretische Rolle des Ordens

Der Orden war der anfang der moderne und der Orden wird am ende der moderne neu aufkommen um daraufin solange zu beiben, wie es menschen gibt. UR-INSTITUTION (Ordensform) ↓ Zersplitterung (Moderne, Spezialisierung) ↓ Irreduzibilitätskrise ↓ Wiederkehr der Ordensform ↓ Dauerform der menschlichen Welt

§9.9.5Kirche als Ordensrepublik

Kirche ist der Rekursive zusammenschluss von Orden zu einem gemeinsamen Über-Dasein. Kirche ist damit die Strukturelle Form eines Ordens aus hohen Vertretern der Orden und erhält damit eine 'heilige' Qualität - denn sie wird so zu der höchsten Form menschlichen Bewusstseins - und kann die Menschen führen.

§9.10Funktionsformen der kollektiven Protogenese

Wie protogeniert man das Kollektiv?

§9.10.1Artefaktbildung

- Statuen - Bücher - Sofwtare - Kunst -> auf allen ebene: kinder fotos, winston churchill statue, etc.

§9.10.2Sprachpflege

- lesen - schreiben - handschrift -> Subjektgrundlage

§9.10.3Ritualpflege

- praxis um den Zeithorizont zu erweitern - resonsnz mit den ahnen - singen - gottesdienst - usw. -> resonanz sammlen um Subjektzeit zu epandieren

§9.10.4Mythospflege

- Erzählungen sammlen, pflegen und erweiteren - Integrieren

§9.10.5Materios Sicherung; Wehrhaftigkeit

- auf jeder ebene

§9.10.6Redundanz/Resilienz

- Viele kleine autorake strukturen, die nicht aufeinander basieren

§9.10.7Resilienz/Ganzheitlichkeit

- omntischen Blick kultivieren

§9.10.8Archetypische Funktionsausübung

- krieger - lehrer - schamane - bauer - handwerker - priester - mönch - ...

§9.11Der Weg der Arche; die Organisation der Protogenese auf allen Ebenen des menschlichen Lebens

Die Arche ist ein bereits vor dem Kollaps instanziertes Organisationsmodell, das – weil es protogenetisch ist – bereits funktioniert, BEVOR es notwendig ist.

§9.11.1Aufbruch im Griseo; eine Hoffnung, ein Wille zu schaffen, während alles erstarrt

Einen traum im Griseo

§9.11.2Wachstum im Calcinatio; Wenn alles niederbrennt, dann bauen wir - und zwar ein Vehikel der transzendentalen Protogenese
§9.11.3Rettung im Solutio; Wenn sich alles auflöst, dann wird die Arche von allen als Arche erkannt - und sie kommen an Board
§9.11.4Tragen durch den Nigrido; In der Dunkelheit trägt die Arche strukturell und Funktional einen Über-Dasein Prototype durch die Zeit
§9.11.5Beispiele der tranzendentalen Protogenese in der Geschichte

- Corona - Klöster im Mittelalter - Griechen in Rom - Städte der Renaissance -> wörtlich wiedergeburt - Mafia und FSB in Russland nach zusammenbruch der Udssr - grüne erst als 'hippies', dann regierunsgpartei durch ökologische krisen

§9.12Werkzeug als Materios des Ordens

Das Werkzeug ist der Adapter zwischen Subjekt und Wirkkomplex. Wie viele Prozessschritte werden ausgelöst? Welche Reichweite haben diese Prozessschritte? Welche Resonanz haben diese Prozessschritte? -> Subjekt-Souveränität bliebt erhalten Fünf Merkmale der Werkzeug-Differenzierung: Feedback: Bekommst du sofortige Rückmeldung? Ja → Werkzeug Nein → Golem/System Kontrolle: Kannst du jederzeit stoppen oder den nächsten Schritt beeinflussen? Ja → Werkzeug Nein → Golem/System Wirkbereich: Wie weit reicht der Einfluss? (lokal oder global) Lokal → Werkzeug Global → Golem/System Transparenz: Kannst du nachvollziehen, was genau passiert, und den Kontext verstehen? Ja → Werkzeug Nein → Golem/System Eigenständigkeit: Wird das System ohne deine Interaktion aktiv? Nein → Werkzeug Ja → Golem/System

§10Theorisieren; Nützliche Theorien spukfrei entwickeln; Blick reflektieren

Es kann keine Regeln für Philosophisches Denken und Schreiben geben, denn diese Regeln müsste ja irgendwer begründen -> doch das ist ja nicht möglich. So folgt als Maßstab der Geisteswissenschaft die Wirksamkeit ihrer Analysen - kurz: Ihre operative Nützlichkeit. Somit ist es möglich eine Methode der Geisteswissenschaft im Sinne der Omnetik zu entwerfen, nämlich im Modus der Blick-Klärung, wie folgend dargelegt.

§10.1Blickverortung; Genesis-verortung; Wer schreibt was warum?

- wer bin ich - worauf blicke ich - wie blicke ich - woher komme ich - was will ich - was fürchte ich - was habe ich - wie arbeite ich

§10.2Blickerfassung

Was nehmen ich in mir wahr? Was sehe ich in der Welt? Welche Phänomene drängen sich mir auf? Wo ensteht Resonanz? Wo liegen Spannungen?

§10.3Systemischer Blick - Kalte Ordnung des Blicks

- daten - statistiken - Kausale Zusammenhänge: Wirkkomplexe als Funktionen eines 'Systems'

§10.4Organische Einorndung - Lebenslogik

- körper - Lebenszyklus - Zeithorizonte

§10.5Operative Möglichkeiten; Organisatorische Konsequenzen

Was können wir TUN? Was können wir Strukturieren? Was würde daraus folgen?

§10.6Moralische Abwägung: Gutachtenstil der 4 Moralwurzeln; Klare Identifikation der Spannungen

- kosten relativ zu den 4 wurzeln und den unterschiedlichen Rekursionsebenen - mensch vs. staat - volk gegen volk - panik gegen warhheit, etc.

§10.7Skalierbarkeit von Abstrakt bis Individuell der Geisteswissenschaft

Die hier skizzierte Methode lässt sich sowhl für ganze Epochen oder Gesellschaftstypen anwenden, wie auch ein einzelnes Privatleben. Es ist eine universelle Methode, die von Epochen-Diagnose zu Psychologischen Gutachten funktioniert.

§10.8Sprach-Kausalketten-Logik: Spuk Prüfung; Begriffsprüfung

- hier muss man dann referenzieren: wie meine ich diesen begriff? - wer hat den so hergeleitet, etc.

§10.9Geisteswissenschaftliche Redlichkeit; Verantwortung

Wie in allen Sachen des Menschen, so wirkt auch in der Geisteswissenschaft die Haltung als der zentrale Faktor - die beste Methode leitet trotzdem immer nur den Geisteswissenschaftler mit einer wahrhaftigen Haltung. So muss die Geisteswissenschaft durch freien und offenen Konkurrenzkampf strukturiert sein, denn anders wird sie vom Spuk-Zerstörer zum Spuk-Produzenten. Kein Werkzeug des Menschen hat so viele Menschen getötet, wie spukbehaftete Geisteswissenschaft. So ist in der Zukunft zu erwarten, dass Geisteswissenschaft aufhört die Spezialisierungen der Naturwissenschaft zu immitieren und zu einer eigene, aber verschmolzenen Disziplin der Omnetik wird, die gleich in Methode, aber divers im Gegenstand ist.

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